Fundliste der neolithischen Thongerilthe.
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gemeinen scheinen die Gefässe von gleichem Typus gewesen zu sein,wie die des Steinhäuser Rieds, auch waren sie, wie diese graubraun,röthlich und gelblich; an Zahl standen sie jedoch weit hinter denendieses Pfahlbaus zurück. Repräsentirt waren: das Netz-, Tannen-zweig-, Band- und Wolfszahn-Ornament. Von besonderemInteresse sind die Gefässe mit langen, horizontal durch-bohrten Hälsen zum Durchziehen von Schnüren und Aufhängen,
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Fig. 216—217. Thonseherben vom Olzreuter-Sec.
216. u. 216. Ornamentirtu Gefäspscherben. 217. Handgriffe.
weil man dieselben in Pfahlbauten mitKupfergegenständen findet, wie in Sipplin gen 1 ). Bekanntlich entdeckte man vormehreren Jahren auch in dem TorfmoorLissen, einer kesselartigen Mulde, die einstmit dem Olzreuter-See zusammen hing, denbekannten Kupferdepotfund 2 ).
25a. Ruprechtsbruck, lSt. Scherben ein-facher Art, roh bearbeitet und wenig geglättet.
25 b. Klosterwald, 1 St. Thongeschirre aus Thon mit Quarz-sand, rohe Formen, cylinderförmig mit geradem Rand, obererDurchmesser 24 cm, seitlicher Wulst zur besseren Handhabung.Auch andere Scherben von feinerem Thon.
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') Daselbst entdeckte man vor vielen Jahren 1 Kupfermeissei, welcher, daer in einer Thonform lag, annehmen liess, dass hier der Kupferguss betriebenund einst dort noch mehr Kupfergegenstilnde lagen.
*) Bestehend aus 9 Spiralscheiben, 42 Tutuli, 8 cyliudrische Drahtspiralenund, abgesondert von diesen, 3 grossen kupfernen Halsringen. Dieselbe Be-obachtung findet sich in Dr. M. Much: „Die Kupferzeit in Europa .“ 1. Aufl.Seite 31 und 32.