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Bronzezeit.
messer 175:193 mm. (1 Exemplar Staatsmuseum Stuttgart, 2 Exem-plare in Berlin , Museum für Völkerkunde)’).
2. Bodmann, Pfahlbau (näherer Fundort unbekannt), St. u. Br.
Fig. 269. Torquesartiger Kupferring aus der Lissen.
Bronzezeit. Offenbar entstandenMangels an Zinn, die »kupferigenLegierung mit solchem.
1 länglich viereckiges Kupfer-blech , Länge 16 cm, Breite10 cm mit ausgestanzten, etwasgekrümmten Ornamenten — ver-muthlich ein als Zierde dienen-des Gürtelblech, ähnlich denender Hallstattzeit * 2 * * * ).
Diese 4 letztgenannten Fundesind alle, wie die chemischeAnalyse, resp. das spezifischeGewicht erwiesen, aus reinemKupfer, stammen aber ihrerForm nach aus der älterendieselben in Folge gänzlichen(1—6) aber infolge zu schwacher
Bronzezeit.
Bald nach dem Kupfer waren am Bodensee auch die Anfängeder Bronzekultur erschienen. Ohne Zweifel war Sipplingen dieälteste Bronzestation, denn in ihr lagen neben Stein- und Kupfer-geräthen solche der ältesten Bronzezeit: Randbeile und Meissei,sowie einfache Schmucknadeln. Ungeachtet des Beginns der Bronzebestand überhaupt der Gebrauch der Steingeräthe noch in mehrerenBronzestationen fort, so z. B. in Staad , Frauenpfahl, Immenstaad ,Haltnau, Hagnau , Weerd und Hof 8 ). Wahrscheinlich waren diesdie ältesten Bronzestationen. In denselben lagen die Bronzen in derRegel neben, nicht über den Steingeräthen. Erst in den jüngsten,wie in Unter-Uhldingen, Bodmann II, Rauenegg und Langenrain,deren Bauweise und Keramik sich auch von denen der älterenBronzepfahlbauten unterschieden, sistirte der Gebrauch von Stein-werkzeugen nahezu vollständig. Der Bodensee besass somit 12Bronzestationen, alle in seinem westlichen Theil und, wie in derWestschweiz , räumlich getrennt von den steinzeitlichen.
>) F. B. Sch. I, 25.
2 J Rosgarten.
a ) Dieselbe Beobachtung wurde auch bei vielen Pfahlbauten der Schweiz
und Oberitaliens , sowie bei den dortigen Terramaren gemacht (Montelius a. n. 0.
I. Theil. Texte. Seite 29 f. Planches. Serie B. PI. I. f).