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Die Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden / von Robert Durrer
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198
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Engelberg .

198

nung eines M, durch zwei männliche Gestalten gebildet, aus deren Mund der Mittel-stamm sich entwickelt. io8 a Vollbild: Der Evangelist Matthäus . I34 b S. Markus,i,53 a S. Lucas, i8i a S. Johannes Ev. 181 b Initial I mit zwei rot modellirten, nacktenKnabenfiguren, deren Geberde an die Darstellung in Cod. 3, Seite 72 erinnert; derText (das Johannesevangelium) motiviert zwar eine gleiche Deutung nicht. (Fig. 79).8o a und g8 b ornamentale P in roter Federzeichnung. io9 a und 135® farbig unterlegteInitialen L und I.

Cod. 2. Vitae sanctorum (Frowin).

Zahlreiche prächtige Frowinsche Initialen in roter Feder-zeichnung.

Cod. 42. Chorbrevier (Frowin).

S. 9 a und 9 b zwei rot und schwarz gezeichnete Fro-win-Initialen (D und U).

Cod. 43. Liber evangeliorum (Frowin).

Auf S. i b , 5 a , 6 b , 8 b , 12 b , i4 a , 20 b , 2 i b Frowin-

Initialen von hervorragender Schönheit in roter oder schwarz-brauner Federzeichnung. (Vgl. Proben Fig. 73).

Cod. ij8. Opera s. Augustini (Frowin).

S. i a I auf rotem Grund. 73 a rotschattirtes Q, dessenSchweif durch ein raubvogelartiges Ungetüm gebildet wird.

Cod. /jj. Opera S. Ephraem (Frowin?)

Einziger sorglos gezeichneter Initial D auf grünemGrunde S. 7 a .

Cod. jj. Formula imprecatoria Sermones, s.Bernhardi (Frowin).

57 a > 59 b > 6o b , 62 b , 67

73 a , 9 6 a ,

113 a , I42 b prächtige Frowin-Initialen, die eine (spätere?)Hand durch rohe Färbung des Grundes entstellte. Da-zwischen zerstreut zahlreiche kleine rote und blaue An-fangsbuchstaben mit spiralförmigem Füllwerk und gebrochenenBegleitlinien in gewechselten Farben. (Vgl. Fig. 73 zu unterst.)

Cod. 24- Sermones Bernardi Claravallensis (ver-schiedene Hände des XII. Jahrhunderts, der Anfangreicht wohl sicher in Frowins Zeit zurück.

Einziger grösserer Initial H mit (späterer) Vergoldung

auf S. i b .

In der zweiten Hälfte des Bandes kleine rote,blaue und grüne Initialen mit andersfarbigem Füllwerk undBegleitschnörkeln von entwickelterer Form, die erst demXIII. Jahrhundert anzugehören scheinen. (Vgl. unten Fig.

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1 ) Diese kalligraphischen Formen, die etwas modifiziert und einfacher auch den ebengenanntenCod. 33 auszeichnen, und die dort neben zahlreichen unzweifelhaften Frowin-Initialen stehen, sind sonstder gleichzeitigen Engelberger Schule gänzlich fremd. Erst um die Mitte des XIII. Jahrh. begegnen wirhier bei den kleineren Initialen verschiedenfarbigem Füll- und Begleitwerk in ganz ähnlicher Gestaltung.Auch Lamprecht Initialornamentik (Leipz. 1882) bringt erst aus dem spätem XIII. Jahrh. verwandteBeispiele, Ich dachte darum zuerst an spätere Zutaten, umsomehr, als auch die Frowin-Initialen des