Trübensee.
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Trübensee.
Nidwaldner Alp im Engelbergtale am Fusse des Titlis.
Im obern Teil der Alp Trübensee, 2000 m über Meer, am Jochpass, der hin-über ins Berner Oberland , nach dem Alpgebiete von Engstlen führt, liegt aufeiner kleinen Terrassierung des steilen Hanges in halber Höhe zum Passscheitel,
Pig. 635. Der Pfaffenhaufen auf Trübensee.
unmittelbar unterhalb der alten, heute verlassenen Wegführung, der « Pfaffen-häufen »: ein regelmässig ovaler Steintumulus ohne Erdbedeckung von 10 mhänge, 7,5 m Breite und 1,70 m Scheitelhöhe (Fig. 635 u. 636). Seit Alters hater die Phantasie der Älpler erregt, und die Sage von einem Riesen, der hier be-graben liege, haftete sich an die Stelle. Freilich erschien diese mit mythischenKörperkräften ausgestattete Riesengestalt in mönchischer Verhüllung, denn inecht volkstümlicher Psychologie hatte man das Rätsel des Steinmals mit den hi-storischen Rätseln der territorialen hage •—■ der Zugehörigkeit jenes inmitten desehemaligen unmittelbaren Herrschaftsgebietes der Abtei Engelberg gelegenen Alp-bezirkes zu Nidwalden — in Verbindung gebracht und zu einer typischen Grenz-sage ausgestaltet: Einer jener schwachen liederlichen Abte, wie sie die Kloster-