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berg » vor einem barocken Altar, der in der Mitte die Statuen der Madonna,begleitet von S. Barbara und S. Katharina, seitwärts jene von S. Benediktund Johann Bapt. trägt 1 ). Die farbigen Wappenscheiben wurden vom Gemeinde-rate 1841 verkauft 2 ).
In die Sakristei hatten die Talleute im Jahre 1526 einen Kelch gestiftet,«der ist uff dem füss bezeichnett mitt einem runden Zeichen und star.tt umbein biltniss gegraben mit büchstaben: Maria in Horwis » 3 ). Straumeyer, Annal.V. 167, bezeichnet ihn als kupfern mit silberner Kupa, und berichtet, dass erzu seiner Zeit von dem damaligen Administrator der Kapelle, P. FrowinChristen, durch einen ganz silbernen Kelch ersetzt worden sei 4 ).
Unweit der Horbiskapelle, links am Wege, der nach Engelberg führt,steht ein etwa 80 cm aus dem Rasen hervorragender, tief eingesunkener,30 cm breiter, oben zugespitzter Denkstein. Auf der Vorderseite ist ein Vor-tragekreuz mit Treffelenden gravirt und die Inschrift: 1689 DIE 6 AVGVSTIHIC OBYT R. P. NICOLA(VS EKHART) 5 ).
Die Kapelle S. Maria im Holz hat ihren Namen von einem ältern Heilig-tum, das ziemlich weit von der heutigen Stelle, am Fusse des Hahnen, wohlschon in den 1580er Jahren errichtet 6 ) und den 4. September 1592 vomKonstanzer Weihbischof Balthasar in der Ehre Marias und der Apostel Jakobund Bartholomäus geweiht worden war 7 ). Erdschlipfe gefährdeten aber bei-nahe alljährlich den Bau, bis im Jahre 1715 eine Verlegung unumgänglichnötig ward. Die alte Kapelle ward geschleift, und aus dem Kapellvermögenin der heutigen sichern Lage ein Neubau errichtet, den Abt Joachim am24. August 1716 zu Ehren Marias, S. Valentins und S. Benedikts benedizirte 8 ).Die schmucklose, 12,3 m lange, 7,3 m breite und im Verhältnis sehr hoheKapelle zeigt einen viereckigen, etwas zurückspringenden Chor, ein kurzesSchiff beidseitig mit zwei Stichbogenfenstern und ein grosses von einerBrüstungsmauer umgrenztes und von Holzsäulen getragenes Vorzeichen. Das
*) An eine irgendwie authentische Abbildung des alten Hochaltars ist hiebei keineswegs zu denken.
2 ) Aufzeichnungen von P. Adalbert Vogel über die Kapelle Horbis im Stifts-A.
3 ) Urkunde des «Peter Randhelder lantman und des rats ze Schwitz, och der zit vogt ze Engel berg des obren Klosters ... zu einem zügniss, das der kelch in die capell in Horwis gehört» etc. (Tal-Archiv Engelberg .)
4 ) Über das spätgotische Messbuchpult und die Eisenlampe aus der Kapelle in Horbis vgl. obenS. 186 und 187.
5 ) Vg 1 - Album Engeibergense, Nr. 498.
6 ) Nach Straumeyer, Annal . V, S. 485, wurde 1591 dem Statthalter P. Jakob Bened. Sigrist be-fohlen, Holz für diese Kapelle zu liefern, aber dass die Kapelle schon früher bestanden, beweist dasDatum 1588 an dem Altar, der die Bilder aller der im Weihebrief v. 1592 genannten Patrone trägt unddarum sicher für diese Kapelle von Anfang an bestimmt war. Auch ist das Datum 1582 auf demGlöcklein zu beachten.
7 ) Orig.-Pergament im Stifts-A.; dasselbe wurde 1714 dem Altar der alten Kapelle enthoben.
8 ) Straumeyer , Annal. V, S. 485 f.
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