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Der Sonderbunds-Krieg und die Ereignisse von 1856 : eingeleitet durch eine biographische Skizze / General G. H. Dufour
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95
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indem sie nämlich Willisau, Sursce, Münster und Hitzkirch besetzten. Der Kreis, welcher die Vertheidiger Luzerns einschloss, hatte sich schon bedeutend verengert, und derVergleich mit der Boa constrictor, den ein Militärschrift-steller gemacht, ist durchaus nicht unrichtig.

Am 23. verliessen sämmtliche Truppen am frühenMorgen ihre Cantonnements und brachen zu gleicher Zeitauf, um die Sonderbundsarmee in ihren Positionen anzu-greifen. Die zweite und die dritte Division stiessen aufihrem Marsch gegen die Keuss auf kein anderes Hindernissals auf zahlreiche Verhaue, von denen man die Strassenräumen musste, auf einige Vorposten, die nicht Stand hielten,und Haufen Landstürmer, die bei ihrer Annäherung dieFlucht ergriffen. Ihre Flügel berührten sich in Gerliswyl,vor der Emmenbrücke, wie dies im Voraus bestimmt worden.Von jeder Division befanden sich an dieser Stelle gegenAbend eine Brigade und vier Batterien Artillerie, bereit,am folgenden Tage die Befestigungen zu erstürmen undden Uebergang zu erzwingen.

Auf dem anderen Ufer der Emme hatte die siebenteDivision schon am ersten Tage ein ernstes Treffen mit denltizernischen Truppen und Landstürmern zu bestehen gehabt,die eine schöne Stellung in Schüpfheim im Entlibuch be-setzt hatten. Es war ihr nicht gelungen, sich dieses Dorfeszu bemächtigen, sie musste nun vor demselben bivouakiren.Während der Nacht errichtete sie Brustwehren für ihreGeschütze und begann am andern Morgen den Angriff vonNeuem. Die Berner Reserven, aus denen diese Divisionvollständig zusammengesetzt war, entwickelten viele Tapfer-keit und nahmen die Position trotz des dem Gegner gün-stigen Terrains und trotz heftiger Gegenwehr, die voneinem tüchtigen und wackern Officier geleitet wurde. Ge-