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ausgezogen, bestehend aus 15 von den 20 Frei- und 1 von den drei Dragoner-kompagnien des Landpikets. Das Landpiket hat auszuziehen, wenn ein größeresKontingent verlangt wird als das Sukkursregiment, das ungefähr dem Mann-schaftsbeitrag des Defensionale entspricht und stets auf erste Mahnung marschfertigsein muß. Während in der Miliz nur die Kompagnien organisiert sind und Batailloneoder Regimenter erst beim Aufgebot gebildet werden und Stäbe erhalten, hat dasSukkursregiment seinen bleibenden Stub unter einem Oberstleutnant, seine 3 Geschützestehen bereit und die Troßwagen sind feldmäßig bepackt im Zeughaus. Wir kennendiese Einrichtung genau aus einem Bericht, den der Zürcher Kriegsrat verfaßte, als derbernische 1765 seinen Schreiber nach Zürich schickte, um eben dieses „Piket“ behufsEinführung beim neugeregelten Berner Heer kennen zu lernen.Mit der Einführung von Universien und möglichst gleichförmiger Bewaffnung wurdein diesem zweiten Abschnitt, umfassend die Jahre 1713—70, Ernst gemacht. Nach einemKriegsratsbeschluß vom 1. April 1713 sollen die Quartier- und Freihauptleute die Mann-schaft zur Anschaffung von grauen Kasaken mit blauen Aufschlägen und zu blauenStrümpfen überreden. Die große Ordonnanz für die Quartierhauptleute vom 19. Februar1714 schränkt dies dahin ein, daß vorläufig nur die Freikompagnien obige uniformanschaffen sollen, die übrigen aber bloß graue Röcke. Am 3. Juni 1713 wird das Mustereiner Trommlerliprée in den Standesfarben angenommen, nämlich ein dunkelblauerRock mit weißen Aufschlägen und Zinnknöpfen. Am 24. August 1714 endlich wirderkannt, daß bei der Artillerie ebenfalls graue Röcke getragen werden sollten mit rotenStrümpfen, die Oberoffiziere dazu weiße, die Wachtmeister schwarze und die Gemeinenrote Halsbinden und „Spitzhosen“. Wie langsam die Einführung der uniform vor sichging, können wir daraus ermessen, daß unter dem 21. April 1746 die bewegliche Klageim Zürcher Kriegsrats -Protokoll steht, die Milizen seien immer noch unvollkommen:„worvon eine klahre und überzeugende Prob an den Tag gelegen an den in Anno 1743„nacher Genff und Basel von hier abgeschickten Hilffspölkeren; denn die letzteren„(in Basel ) zu zimmlicher Beschimpfung des Stands under Allen Alldorth eingetroffen„Stättischern Zusätzen Am Aller schlechtesten mond- und armiert gewesen, da sie doch„es andern vorthun, und die besten hätten seyn sollen; die Erstere aber (in Genf ),„biß sie recht außgerüstet gewesen, Meinen gnädigen Herren ein nicht Weniges gekostet„haben.“ Die Obrigkeit mußte nämlich für einen Teil der Zusätzer nach Genf aufStaatskosten graue Röcke anschaffen.Infolge der „klahren und überzeugenden Prob“ im Jahr 1743 wurde denn auchein neues, strenges Uniformmandat am 12. und 13. März 1744 erlassen: Der Rock fürdie ganze Infanterie soll hellgrau sein mit blauen Aufschlägen, grauem Futter undweißen Knöpfen, die Oberoffiziere haben Weste und Bösen rot, die Wachtmeister undgemeinen grau, Strümpfe blau, die Offiziere und Unteroffiziere silberne, die Gemeinenweiße Borten an den Hüten, alle aber schwarze Butmaschen nach französischem Muster.Die Trommler sollen ihre Trommeln statt an den frühern blauweißen an breiten gelben
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