Von der H. Jungfrau Maria/ rc.
men/ sonderbahrlicher weiß von gan-zen Flecken/ Statt / und Landen ab-geteibcn. Der Hcydnische Artzt AcronAgrigentinus wird verehrt / und gelobt/daß er von der Statt Athen die Pcsti-lentz vertriben durch anzündung grosserFeürcn / damit der vergiffte Lufft ge-reiniget wurde. Vil grosserö Lob istMaria wehrt / auch der Krancken Heyl;dann unser GOtt / den die Heilige Ma-ria uns gebohren / ist das brennendeFeur/ welches alles Gisst/ und Bö-ses verzehret/ ist auch das bewehrtesteMittel wider alle Pestilentz/ und Giff-.trge Seuchten.
Lasset uns unserer Churfürstin ei-nen Cippum oder Weegzerger aussse-Marialic, tzen/ an dem zusehen Maria Salus infir-bet die morum , der Krancken Heyl: daß sieverborgne / und den Artzten unbekänte/Marsche», alte / und langwirige Schäden / undKranckheiten mit einem Wort/ in ei-nem Augenblick/ auf daß glückseligstegeheylet hat. Menecrates weil erheimliche Kranckheiten / besonder innernSacrum , das heilig Feur / geheylet ;zwange er seine Patienten/ undKran-cken/ daß sie sich hnifüro seine Diener/und Leibcygen sein verheissen müßten /und ihn für den Jovem erkennen / wel-cher doch entlich sich selber nicht heylenkönte. Maria das Heyl der Krancken/welche nicht allein eine sonder alleKranckheiten ( als sich bißhero erregt)heylen kan/ begehrt kein andere Be-soldung / dann daß ihre Patienten/ undCurierte/ GOttcs Gnad/und Barm-hcrtzigkeit erkennen/ auch seine getreue' Diener / und K inder wühlen seyn. We-gen ihr eygner Ehr/ undTitul/ undwie hoch die Menschen Kinder sie hal-ten/ und achten/ist sie wenigoder nichtsdarum sorgfältig. Weil ihr KindJE-sus der höchste/ und gerechtigste Rich-terist.
Lasset uns unser AUerheiligsten einTriumph-Bogen bauen mit disemLob:Maria er. Maria Salus infirmorum, Maria derifbiget vom Krancken Heyl: weilen sie den TodtT°tt. auf den Hals getretten/ und disem ab-scheulichen Thier den garauß gemacht/auch ohnzahlbahre Menschen von demTodt erlediget/ und den Verstorbenenin mancherley weiß das Leben wider zu-gebracht. Der Aesculapius / wie diealte Heyden dichten/ soll den Hippo-litum / der sein Kopfs an Steinen zer-stossen/ vom Todt wider zum Leben er-weckt haben. Wie auch den Andro-genum Minojs Sohn/ den die Atheni-enser haben umgebracht. Aber wasseyn Zween / wann esia war were / ge-gen so vil tausend wie bey allen den be-ruhmftenGeschicht- Schreibernzulesen/welche die aUerhetligste Jungfrau Ma-
ria theils von augenscheinlichem Todterledigt/ und theils die Verstorbne vomTodt wider zum Leben erweckt? Schlies-sen also daß der Mutter aller Gnadeneben so leicht ist die Todten zu erwecken /und das Leben wider mitzutheilen/ alsdie Krancken zuheplen/ die Blinden zu *erleuchten/ dre Aussätzigen zu reinigen/die Lahmen/ und Krummen grad zu-machen.
Entlich lasset uns der K'änserin des Maria d«eHimmels/ und der Erden ihre Bild- M-nsthennuß mit ihrem allerliebsten Kindlein nachGSttJEsu auffrichten / mit Underschreibung: LMMaria Salus infirmorurri, Maria derKräncken Heyl: Wer sein Hoffnung /
Trost/ und Hilff nach GOtt nicht indich setzet/ sonder veracht/ und vernei-net dich/ dem wird es in diser/ und je-ner Welt übel ergehen/ und ewig anLeib/undSeelverderben. Der abersein Hoffnung/ Trost/ Hilff/ und Zu-flucht bey dir suchet / O Maria / derkan in diser Welt gefährlicher Schif-fahrt nicht zu gründ gehen/ vil minderin Ewigkeit verlohren werden; danndu bist jeder Krancken Heyl/ undflies-sende Quellen des Lebendigen Wassers.
Der Allmächtige GOtt verleyhe/ undrichte disen Lebendigen Bronnen / undWasser in grosser menge/ wie ein rau-schenden Bach zu unserer Leiber/ undSeelen Gesundheit? damit wir darangereiniget / erquickt / geheiliget / ja auchvom Todt zum Leben erweckt werdenmögen. Dann je Maria under den ManäHwJungfrauen die Glückseligste; under itjint.den Witwen die stärckeste z die gerreue-ste im Ehestand; die reineste in denPriestern ; die Glorwkirdigste in denBlutzeugen ; die Geistlichste in den '
Ordens - Leuthen; die schcinbahrste inden Engelen ; ein Königin bey allen.
Bey den Armen bist du die reicheste beyden Reichen bist du noch reicher/ dubist ein Ehr der Leiber/ ein Schatz derSeelen. Täglich sammlest dudreysig?sechzig / und hundert fältige Früchtenein : Du bist GOtt das angenehmsteOpsser / und ein rechter Tempel Got-tes ; die Welt wird durch dich über-wunden/ die Begierlichkeitausgeschla-gen; das Fleisch gedempfft; der leydi-ge Teuffel übergewältiget; IEsus deinliebes Kind geehret;GOtt versöhnet:
Seelig ist der Mensch so mit dir / unddurch dich in jene Welt/ und ewigeSeligkeit kommet/ dann dort wird erallezeit herschen. Da sehen wir/ mitwas unsere liebe Vorsahrer GOTT/und seine Mutter Mariam haben ver-ehrt/ und angeruffen. Derowegenlasset uns in die Fußstapffen unsererVorelteren schreiten/ GOttes-Handist noch nicht verkürtzet / GOtt/ und
Maria