Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Drfleifftt(5Ji Der ciijsIfrrn Ar-muth.

Cap. j.

Iiechk genAmivcht-ani zu S-Pelcr.

Bcatus be,gibt sichna-chcc RomniitS. Pe-tro.

Wird tonS- Prtrozum Pric,strrgrwyhr.

4.

Hgvettj keRöinrr»woi dckant.

Von dem H. Beichtiger Beato

Wercken auch ein ncugebohrne Creatur ches man jetzt Schweitzerland heißt /

GOttes werden: Diftr MeynuNg leget wegen viler Streit / und Kriegen /nun BeakUs allenSchmuck/nnd Zier der auch Männlicher Thaten / und grossenprächtigen/und köstlichenÄlcyderenab/ Schlachten/ so sie kurtz zuvor mit Ju-Gelt/ünd Gold achtet er wie Koth z al- lio Casare / auch um dlfe Zeit widerles das seinig theiltete er under die Ar- die Romer gehabt / auch daß sie denmen/sorgte nicht mehr auf den Morgen/ Preiß under allen GälU,chen Völckernziehet ein harin Hembd an seinen Leib / härten / in Mannheit und Krähten wi-begnügt sich mit schlechtem Gewand / der die Feind / die Mächtigsten. Vonund Bekleydung/ allein zur Nothdurfft. der Alten Helvetier Art schreibt Poly-Es war auch S. Batt deren einer/ bius / nehmlich daß sie gar kein Hoftso sicher Christo dem HErren sagen fahrt / Pracht noch zierliche Haußrü-könnte: Sihe / wir haben alles verlas- stung brauchten / im Heu und Strohsen / und seynd dir nachgefolgt : Da- schließen / darzu kein andere Handthie-mit er aber in der Erkandtnuß Christi/ rung / als kriegen / und den Feldbauund in dem Göttlichen Wandel zuneh- versahen; hätten ihre Reichthum nur anme/ ist er Persöhlrch zu dem Heiligen Paarschaffk und Viehe / damit sie sol-Apostel Perro genSlntiochia gezogen / ches in Nöthen/ und Gefährlichkeitenwelcher jiben Jahr daselbsten in Bi- bald mit sich hinweg bringen / und wo-schösslichem Stuhl gesessen / und nach hin sie wolten fliehen möchten. Esdem Er Evodium zumBischoffallda ver- bekennt auch Julius Cäfar in seinemordnet/ist S. Petrus demnach im an- andern Buch / daß zu seiner Zeit drsdern Jahr Käyserö Claudij zu Rom VolckzwvlffStättUndvierhunderrFle-ankommen da er dann bey Fünss und cken / und Dvrfter eingehabr. Aus dl-zwantzig Jahr der Kirchen Regiment sen sollen die ah ifte Statt gewesen seyn/versehen / nehmlich biß in daß vier und Zürch / Solothurn / Arbon / Windisch /dreyßigste Jahr nach dem Leyden JEsu Winterthur / Pfin / und Wifflißburg /

Christi. Nun zöge Bearus mit S- Pe- zu Latein /Vuemicum, deß gantzen Hel-tro von Antiochia/ wäre sein Junger/ vetischen Lands Hauptstatt. Ist da-und Gefährt / verblibe auch zu Rom rum kein Wunder / daß vil zu Rombey ihm / auf daß er in solcher Bey- von disem Volck ist gehört / und geredtwohnung durch dessen Lehr im Christ- worden / und S- Petro fürkommen ;lichen Wesen desto mehr underricht/ und da dann aus sonderer Eingebung deßgestärckt wurde: Sahe/ und hörete alwa heiligen Geists / sich der heilig Apo-von dem H. Apostel vil Wunder / und stel entschlossen / einen von seinen Jün-H. Geheimnuß deß Christlichen Glau- gern abzufertigen/ so Visen wunverbahr-bens. Dazwischen behielt S. Petrus lichen Leuthen / die Christliche Gnad BmtusVisen Heil. Jünger in seiner Versamm- erzeigen / lehren / und mittheilen solte. w"lung mit dem Heil. Elemente / Marco Aber zu so wichtigem- Werck GOtles/ inSchwrtzEvangelista / und vilen andern. Pro- war es nicht eines geringen/ sonder- Mm/biert ihn genugsam in seinem Beruff wohl erfahrnen Hauptmanns vonno das Evan.darauf erkante er ihn nitallein zudem then/welcher mit rauhen Leuthen (wie SHü"Tuaconat / sonder auch zu Priesterli- gemeiniglich die Heydnischc5drigsleuth p "chem Stand tauglich / und würdig, seynd ) wohl konte umgehen. Zu sol-Jst darum Beatus zu Rom im vier- chem Werck ist unser H. Beatus vontzigsten Jahr seines Alters durch Auf- dem Heil. Apostel Petro zum tauglich-legung deß H. Petri Hand / ein Prie- sten erkennt worden / in Helvetia nikster geweyhet worden. Da ziehrete allein den schlechten einfältigen Bur-St. Beatus seinen Priesterstand mit ger / und Landleuthen / sonder auchallen Tugenden/und verrichte sein Meß- den wilden Gesellen / dem GlaubenOpffer mit Eysser/ und Andacht. Ist Christi zu verkünden ; und zu solchemauch wohl zumercken / daß man von End gab der H. Apostel / S. BeatoBeato liset / Er sey bey / oder unser zum Gesellen/ und Gefährten den H.der Meß offtermahls so Andächtig ge- Achatem/ welcher nit allein mit Christ-sehen worden / daß er im Geist gar ver- lichen Sitten wohl geziert / sonder auchzuckt / und gantz unbeweglich da stunde, ein Diacon oder Evangelier war / undDem Heiligen Geist / und ersten 'so wohl mit Göttlicher Lehr / als mitObersten Bischoff Petro hat es also ge- Tugentreichen Wandel seinem Meister c af . 5 .fallen / daß vil Arbeiter in die weite wohl an-und beygestanden.

Welt selten gesändet werden. Nun in Nach dem S. Beatus die Mey-dcr Hauptstatt Rom / welche damahls nung und Willen seines Obersten Vor-deß Reichs die allermächtigste war / da- stehers S. Petri vornommen ziecht errinn sich allerley Ausländische Vvlcker gern hin im Nahmen deß HErrn / ver-zu versammlen pflegten / wurde zur sel- richtet die schwäre Reiß / über daß un-bcn Zett vrlvon Helvetia geredt /wel, gebaute / und unwegsame Gebürg /

so