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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von der H. Jungfrau/ und Marterln Verena. 37

ter-Cron zuerlangen ; ward doch diseZu Solorhurn bestätiget/ als sie derTyrann Hirtacus um deß ChristlichenNahmens willen in Gefangnuß geschlos-sen/ welche er ohne Zweiffel so bald/und leichtlich nicht hatte entlassen/ daGOttihn nicht sichtbahrlichgezüchtiget/und erkrancken hätte lassen/ daß erih-re Hilff/ und Gebett/ wke obgemeld /Warum »jcht entrahten möchte. Deßwegen«ls rjE die heilige Catholische Kirch/ der seeli-Martcrin gen Verena Begierd / und Verlangenvcrkhrct bedenckend / und zu Gemüht führend /lhr die Marter - Cron nickt abgespro-chen/ sonder halt ihr Gedachrnuß / alseiner heiligen Jungfrauen / und Mar-terin: wie aus dem Constantzer appro-bierten Brevier/ wie auch ex OfficioS. Verena?, von Rom auß bestätiget/zu Solorhurn zu Better, / und Sin-gen erlaubt worden/ und vil Jahr he-ro gebräuchlich gewesen.

b.Derma Als die Heilige Verena ein'Zeit-groffkr^ket> ihren Geistlichen SchwösternHusqers- gewöhnet; begab es sich / daß ein grostNyrhvil ft Hungers-Noth ei sichle/ und sieKP', auch dardurch grossen Mangel erlitten;rryrigc hgx.^er sie zum theil Unwillig worden/beklagten sich bey der Heiligen Jung-frauen : Sie aber war wohl getrost /und ungezweiffelter Hoffnung / GOttwerde sie nicht verlassen / und nach heyl-famer Ermahnung / bequemmete siesich zum Gebett/ vondeme sie mit gros-sem Trost'wider aufgestanden/ gantzii-cher Hoffnung / GOtt we»de thun/ waszu seiner Ehre / und Preyß/ auch ih-rer Aufenrhaltunq am besten seyn wer-de / in Erwägung deß Spruchs deß Ä ö-niglichen Propheten Davids/ da er^1. z§. im z6. Psalmen lprickt: Ick bin Junggewesen/ und nunmchr exaltet/ undhabe niemahls,i gesehen/ daß der Ge-recht sey verlassen worden / noch seinSaamen das Brod habe gesammlet.Also hat wunderbahrlicher Werst dermrlte/ gürigiste GOtt/ sein Dienerinangesehen/ dann es befanden sich vilSück (ein altes Büchlein setzt viertzig:)voller Meels vorder Thür ihrer Cellen/und Wohnung / darvon Sie samt ih-ren Jungfrauen lange Zeit zuleben ge-habt ; wüßte aber niemands auß Ih-nen/ von wem die Sack mit Meel da-hin kommen/ oder geschickt worden.Haben doch dessen sich sehr erfreuet /Gort inniglich Lob/ und Danck gesagt/baß er niemand verlasset / welcher aufwn hoffet / und seinem Nahmen ehret/und preyset.

c »p. 5. Als ihr Ruffhin / und wider erschol-

len / und außgebreilet worden / und derZulaufs täglich sich mehrere/ wurde sie

gesinnct von diser Wohnung/ zuver- S Verenameydung Menschliches Ruhms/ und in vrE-tihrein ander Orrh sich zubegeben/ dannder hoffärtige Geist sich gemeiniglich icn«.pflegt damit einzumischen / und vil gu-te Merck nichtig zumachen/ und zu-verzehreu. Machte sich derowegenauf/ zoge ferrner biß an den Fluß Äargenannt / welcher bey Solorhurn für-über fliest. An disem Fluß schiffte Sieabwärts / biß sie endlich käme an einOrth/ und Platz/ da die Aar in demRhein fallet/ und der Orth/ weilendie Aar/ Und Rhein da zusammen lauf-fen / jetzt Confluentia, oder Coblentzgenennt wird; allda stige S- Verenaauß in die Jnsul/ in meynung daselb-sten ihre Wohnung zuernesen ; weilenaber besagte Jnsul voller gisstigerWürmwar/ und niergends Sicherheit fandesich aufzuhalten / wurde die HeiligeJungfrau betrübt / wendet sich innig-lich zu Göttlicher Allmacht / da es de-rer Will wäre/ solle er disem Unziffer/und Schlangen - Geschmeiß gebieten /damit es von bannen welche / und indiser Jnsul weder Viehe noch MenschenSchaden zufüge. Abermahls har der Mer , undgetreue GOtt ihr Gebett/ und Wunscherhöret / und bewilliget / in dem solche..Stimm von Himmel erschallen: Ve- bcyCob.rena/ GOtt der HErr hat tzein Gebett lmyerhöret / so du wegen Abrrib derSchlan-gen verrichtet hast ; der wird dich auchnoch täglich erhören/ was du von Ihmbegehren wurdest/ daß wird er dichauch noch bewehren: Zu dem jederMensch/ welcher dich wird anrüsten /daß du G0tt für ,hn bittest / der solleerhöret / und seiner Bitt bewehret /und von seinem Anligen erlediget wer-den. Diser Stimm käme sie mit gu-tem Vertrauen nach / strackre dre Hürrdauß / und machte das Zeichen deß H.

Creutzes wider die Wurm / und Unzif-fer / welches in dem gantzen Umkreißzu dem Wasser gekrochen / und gebietet/denen / im Nahmen GOtt deß Vat-ters/ GOtt deß Sohns/ und deß H.

Geists / daß sie von bannen abwichen/

Und sich keines mehr sehen lassen. Dadie Einwohner diß Miracul/ beynebenauch dre Flucht deß Unziffers ersehen,schöpfften sie sondcrbahre Lieb/ undNeygung zu der H. Jungfrauen / ga-ben ihr zur Bewohnung ein Cell oderHäuflein/ daß zu Beherbergung ar-mer Christen erbauet worden ; dessenGelegenheit noch biß aus heutigen Tagzusehen ist/ haben vor erlich Jahrennoch etliche Schwöstern darinn gewöh-net. In diser Cellen verbleibt dieH. Verena ein zimmliche Zerr/ ihresLebens / wäre auch da engig im Gebett.

GOtt der Allmächtige aber machte da

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