Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
40
JPEG-Download
 

40 Von der H. Jungfrau/ und Marterln Verena.

solt bey sich haben ; Zeigten dem Prie- HErr JEfus Christus thäte auf diester den Rmg/ welcher gleichfalls dar- Augen eines Blinden / derselbe macheüber sich verwunderte/ erkante darne- dich gesund. Daraufmachte sie das Zei-ben daß es sein Rmg wäre/ laßt den chen deß H. Crcutzes über seine Augen/St. Verenam sehen; welche sich hoch- und er wurdcsehend/zu dem spräche sie:lich erfreute/ daß der Ring wider ge- nun gehe hin in dem Friden. Under-funden worden/und ihr Unschuld/wie dessen aber / kommen andere elcn-auch deß müßgünstigen Dieners Boß- de/ presthaffte/ besessene/ sieche /blin-heit/ an Tag kommen. de/ krumme/ käme / und hörlose/ rc.

Weil dann aus diß die H. Jung- welche alle durch ihr Fürbitt zu qe-cap.s>. stau Verena wahr nähme / das unge- wünschter Gesundheit kommen. Alstreu Wesen der schnöden Welt/ samt dise seelige Jungfrau Verena auf dieS. Verena derselben Arglistigkcit/ und betrüglichen 15. Jahr zu Zurzach sich befunden:laüb non' Nachstellungen/ und Falschheit/be- (wie es auß vil glaubwürdigenKund-dem Prie- gehrt sie sich gantzlich abzusondern/ und schafften darzuthun) hat Gott der Au-ster/nacht bäte den frommen Priester demühtig / mächtig/ zur Belohnung ihrer Mühe/nachcinsa. er wolle ihr ein kleine Cellen oder Häußr und Arbeit/ ein Zihl gesetzt/ stehle inmmmm. j e j u verdünnen/ und bauen lassen/ in Leibs-Schwachheit / und da sie gese-deme sie GOtt/ und Mariä seiner ge- hen/ daß es sich mit ihr enderte/ undlobten Mutter/ die übrige Zeit ihres ihr Leben zum End schreite / wende sieLebens dienen möchte / und allein le- sich zu G-Ott/ flehentlich bittend/ er. den: dann unser Stärcke wird sein (ge- wolle seine Gnad/ und Gütigkeit vondacht sie) in stillschweigen/undHoffnung ihr nicht ablassen/ sonder/ wiebißheroin GOtt. Der Priester wolte mehr- allzeit / ihrer erbahrmen. Da sie inmahlen ihrer Bitt nicht statt gebe ;-als sie diser/ und dergleichen Begierden be-aber ihrem Gottsccligen Fürnemmen harrlich war/ und tröstlicher Hoffnung/beständig / und darvon nicht abzulas- auch das Sterbstündlein beynahete/ er-sen / entschlossen / wegen grosser An- schine ihr die allerheilligsteMutterGOt-muthung / und Eyffer zu dem einsam- tes / und Jungfrau Maria / mit zier-men Leben ; hat er ihr nicht weit von lich scheinendem Chor der H. Engeln/unser lieben Frauen Kirchen ein Cell und Jungfrauen/ spräche ihr zu miterbauen lassen / und solle eben an dem dergleichen Worten - O du standhaff-Orth/ da anjetzo (wie glaublich zuver- tige/ und deinem Herren Christo ge-muthen ) die Pfarrkirchen stehet; dann rreue Gesponß / und Jungfrau Bere-iter ihr Cell mitler Zeit wegen grosser na: Sihe Christus dein erwählter treu-Wunderzeichen / so allda geschehen / erGemahel/ deme du durch deines Le-ein schön/und herrlich Münster gebaut benö-Zeit aufrichtig/ und eyfferig ge-worden/ wie solches vil alte Schrifften/ dienet hast/ will dich gnädigst belohnen:und denckwürdige Zeichen andeuten. Mache dich derhalben auf/ komme mitNachdem die Cell verfertiget / und die uns. Darauf verschiede sie/ und dieZeit vorhanden / daß sie darein solle gantze Cell wurde mit sehr lieblichemeingeführet werden / hat der Priester Geruch erfüllet. Also hat der gütigemit allen benachbarten Geistlichen / GOtt ihr Heiligkeit bezeuget/und istund sonsten vil Volck die H. Verenam darauffihr H. Cörper von der Priester-, hinein beleitet / in welcher sie noch eylff schafft / und andern ftommen ChristenJahr gelebt / und gewöhnet / GOtt ehrlich zji der Erden bestattet worden/mit allem steiß in stätem Gebett dienend, an dem Orth/ als oben gemelt/ daIn dem aber ihr Heiligkeit nicht möchte ihr von dem GOttseeligen Priester einverborgen sein/wurde der Zulauffzu ihr Wohnstattzugericht/ und erbauet wor-je länger/ je grösser under anderen kam zu den. Welcher wegen vtlen Gutthaten/ihr ein armer blinder Mann / der begehr- und Wunderwercken / sehr namhafft /te ihr Fürbitt bey GOtt dem Allmäch- und berühmt worden/ mit denen GOtttigen inständig / daß er wider möchte ihre Heiligkeit hat wollen zu erkennenzum Gesicht kommen / dann er hätte geben. Werden auch noch biß aufein sonders Vertrauen / und steiffen heutigen Tag von GQTT dem Her-Glauben /daß denen für welche siebit- ren/ den Menschen/ vil undmanigfäl-tet/geholffen werde; die H. Jungfrau tige Gutthaten durch ihr Fürbitt er-in dem siedle Zäher von deß Blinden zeigt/ wie auß folgenden Wunderzei-Augen abwüschete / sprach sie: unser chen erwlfen wird.

S. Verenamacht einBandenschenk.

Erkranckct.S- Mariaerscheinet >ihr/ endetdas Lebenseclig.