Von der H. Jungfrau/ und MarLerin Verena-
Miracula/ und Gnaden/ so von
tt
durch der H Verenä Fürbitt/ den Menschen/ nach ihrem
Todt/ seynd erzeigt/ undbewisen worden.
§^4urckhardus Hertzog in Schwa- suchte/ und sich eyfferig zum Gebett be-ben/ ein fürtrefflicher Durch- gäbe. Nach verrichten» Gebett be-geiDche leuchtiger Fürst/ an Reich- sahe er mitbeyhabendenSoldaten/wo
Guttr/den thum/ und Mannschafft/ je- die H. Schar in die Kirchen gefahren;
wcltiichm, doch sehr Streng gegen den seinigen / befände darneben/ daß die Fenster nochiurygnk. darum er von manniglich gefurcht/ und gantz/ und unverletzt gebiiden/ darü- .gehaßt/ daß auch etliche/ ihme mehr ber sie sämtlich sich über die Massenver-zugehorfamen/ sich gefperret. Als er wunderten : auf daß hat er der Kir-diß wahrgenohmen / hat er vil Kriegs- chen wider eingeräumt / was er besag-Volck geworben / den Haubtleuthen / tem Diepoldo zuvor Lehbahr gemacht/und Befelchshabern hat er nicht allein und verfchenckt / kehrte also widersein eygenthumliche / sonder auch erli- nach Hauß.cher Geistlichen Güter Lehenbahr ge-macht/und übergeben: under' denen Es geschach daß in einer Nacht drey «.
auch das Orth Zurzach / darinn der Dieb einem Bürger ein Roß entfremd- DreyRo-Cörper der H. Jungfrauen/ und Mar- den/ diser aber machte sich aus/ eylete benbieslu«terinVerena rastet/ einem seiner Die- den Dieben nach/ welche er auch er- gen auß-r.ner/ Diepold mit Nahmen/ zugeeygr lösten; dem ersten stäche er die Augen siochm.net/ und geschenckt. Weil aber das auß/ wie auch dem andern / welcherjeuig/ so zu GOttes Ehr dienet/ und sehr erschrocken; der dritte aber/ sozugemessen worden/ Weltlichem Ge- S. Verena Leibeygner war/ müßtewalt / und Gebiet nicht kan underworf- gleichfahls disen Grimmen überstehen;fen sein/ noch werden ; hat es GOtt über daß/ vermeinte der Bürger nichtmit einem Wunderwerck ( so wohl genug an dem zuseyn / sonder nahm ih-Erst Mra. zumercken ) erkläret. Dann in dem me so gar die Aug - Apffel auß dem
gemelter Hertzog einsmahls ein wider- Kopff herauß. Der arme Mann / Einer wichsimnnigen Vasallen verfolgte/ und mit so (.wie gesagt) S. Verenä Leibeyg- JjjMF*seinem Kriegsheer biß an dem Rhein ner war/ gienge in solchem Elend in rcnä rciäckommen/ dardurch er auch setzen wolte; sich selbst; her Reu / undLeyd über sehend.Sihe da hat der Allmächtig gerechte sein Mißhandel / tröstet sich deß Für-GOtt/ dre unbilliche Besitzung Geist- bitts S. Verenä/ und als er von fei-licher Güter/ und Freyheiten derKir- nem leydigen Fall auffgcstanden/ undchen/ durch folgttides Wunderzeichen biß zum Altar der H. Verena ZUge-zuerkennen geben : Dann als er im An- flihret worden / auch mnstcmdlg sie umErsch? zug ware/ und auf Zurzach zukäme / gnädigst Fürbltt angerusten; wurde ernung. sahe er/ samt andern so er bey sich ge- erhöret/ käme wider zu feinen außge-habt / in der Lusfte zwo Personen schwe- stochnen Augen / und Gesicht,ben/ Weiß gekleid / so in einer Hand
rohte Creutz in der andern Hand aber Konig Lonrad auß Burgund/ da r.
weiß brennende Liechter gehalten; auf er von seinem Gemahel keine Kinder / SS*,dise folgten vier andere Persohnen / und Erben mehr sich zu trösten hette/ gundcrla»welche S. Verenä Sarch getragen/ di- ist er aus gutem Raht Geistlicher Per- ga Erben,sen nach kam ein grosse Zahl der Hei- söhnen angeleit worden/daß in Teutsch-ligen in Purpur bekleid / neben disem land ein Orth sey / mit Nahmen Zur-Gesicht ist auch ein liebliche Melodey / zach/ da ruhe der H. Jungfrauen/ undeines Gesangs gehört worden. Di- Marterln Verenä Eörper / welche vilser Hertzognamneben andern» auchwar/ Gutthaten bey GOtterhalte/ denMen-und sahe daß die gantze heilige Schar schen zu gutem; solle derowegen Visendurch das Fenster der Kirchen / zu un- Orth besuchen. Der Könrg lresse ihmser lieben Frauen Ehr/ gebauen/ ge- Visen Raht gefallen/ besuchte samtfei-gen der Sonnen Austgang hinein gelas- ner Königin vife Gegend/ und Orth/sen/ und sie besonders ihren Durchzug da S. Verena begraben/ mit innigli-durch die Weyhgassen genohmen / so cher Andacht / Allmosen / und beson-den Nahmen noch heurigesTagö behalt/ deren Verehrung / und Schanckungendann S. Verena in diser Gassen vil vero würdigen GOttshauß. Da-der Armen gepflegt hat. Der Her- rübec GOTT der Herr »ein Bann-tzog / nach dem er dises ersehen/ erschra- hertzigkeit abermahls dermasten erzeigt/cke dermassen / daß er mit aller seiner daß er mit einem Ehelichem Manns-Krlegsmacht das Orth der Kirchen be- Erben erfreut worden/ welcher nach
P. F. Murcr, Die H. Schweif.