Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
56
JPEG-Download
 

Cap. 4.

Cap. 6.1. 1 ,fol. s8.

Vide Anti-quitatessupra cita-tas.

Cap. 5.

S-Severinjtcht vonParis-

56 Von dem H. Severino / Abl/und Beichtiger.

König Clodoveum geführt worden / erbauen ward / fanden zween frommeund ihne gegrüsset hatte / stehle er ni- Priester dafelbsten GOtt mit Andachtder zu dem Gebett / verrichtete es mit dienend / Paschasium/ nnd Ursicinum /

Andacht / nach dessen Verrichtung leg- von welchen ihme GOtt der HErr Hüt-te er auf den König sein Casel / damit te angezeit/ daß er durch sie feite zu derer angezogen war; und alsbald ihn die Erden bestattet werden. Als er nunKleydung deß Heiligen berührt hatte / dahin wäre kommen/ redete er jie freund-verschwande das Fieber / und stunde lich an/vermeldet auch die Ursach simerder König frisch/ und gesund auf/dan-* Ankunfft/ besticht ihnen den Priesterckete GOtt seinem Heyland mit gebo- Faustum / welcher zo. Jahr in feinemgenen Knyen / und seinem Diener S. Kloster gelebt/ und Viralem femenSeverin / durch dessen Gebett er die Jünger. Paschasius / und Urstcinusgewünschte Gesundheit / und Heyl er- empsiengen den H. Mann mit aller Ehr-langet hatte. > erbretung / thaten ihme vil guts / und

hielrem ihn freundlich. Under difem be-Dises herrliche Wunderzeichen an rettete sich der H. Mann stcissig zu lei-dem König Llodoveo / dem Grossen in nem letsten End / mit andächtigem Ge*Franckreich / geschahe in dem 25. Jahr bett / und anderen guten Wcrcken / da,seiner Regierung / als er nun zchen mit er dem zukünfftigen Richter frölich /

Jahr ein Christ gewesen / und wäre und unverzagt entgegen kommen möch-das 508. Jahr nach Christi JEsu Ge- te. Und wäre nicht ein lange ®. ©<»*burt / wie Petrus Bonfons/ und Ja- Zeit angestanden / und der eylffre Tag rm stirbt,cobus Breul in ihren /^nriguireren der deß Hornungs herbey kommen / hatStatt Paris verzeichnet haben. Und er den H. Geist in dre Hünd feinesobschon der König sein vorige Gesund- Schöpffers aufgeben. Und bczeugenheit erlanget hütte/wolteerdochdemH. die jenige so bey seinem End gewesen /

Severrn nicht von sich lassen sonderbe- daß das gantze Gemach/ darum er ge-heilte ihn drey Jahr lang bey ihme. legen / zu derZe»L fernes Abstervens/Hierzwifchen aber machte der H. Se- mit einem klaren Liechr erfüllet/ undverin vil Krancke zu Paris gesund/al- umgeben seye gewesen. Wie er nunso daß er bey Jedermann in ein grosses entschlaffenwar/ haben die zween Prre-Ansehcn kommen / und das Volck in ster Paschasius/ und Ursicmus vcnto-dem wahren Glauben gestürckt worden, den Lörpel nach Gewonherr gewaschen/

Und obschon der Heil. Mann bey dem und bekleidet/und mit grosser Ehcerbie-Äönig verbleiben müßte/ wolteerdoch tung in die obgemelte Kirchen bcgra-nicht in dem Königlichen Pallast woh- ben. Starbe im Jahr Chnstr 512.ncn/ sonder erwählte ihm ein Hütlein ein Jahr vor dem König Clodoveo/enethalb deß Wassers Sequana zuwoh- und geschehen noch heutiges Tags dei-nen / da jetzt in seiner Ehr ein schöne seinem Grab vil herrliche Miracui/ undgrosse Pfarrkirchen stehet/ nicht weit von Wunderlichen / mit welchen der Herrder Universitet in S. Jacobs Gassen. IEsus seinen treuen Diener herrlich /

Der König Clodoveus wolte sich auch und weitberühmt machet. Über difes Kön,.,C^danckbar erzeigen gegen seinem geistli- Grab hat nachmahls König Chiideber- bmuschen Vatter / und Artzet / gäbe ihme tuö/ Clodovei Sohn/ ein weirers /

Gewalt / und Macht / so vil Gelts aus und höhers Gebcw / und herrliche Kir- Bcr dasseinen Schätzen zunehmen als er wolte/ chcn aufführen lassen / mit Königlichen Grab.under die Armen auszutheilen ; liesse Gaben dieselbe vermehret/ wegen deßauch so vil Gefangne ledig/als derH. H. Manns/ und Diener - GOttesMann begehrte / deren ein grosse An- grosse Verdiensten / und Dancksagungzahl gewesen. der Gutthaten / so er seinem krancken

Vatter Clodoveo bewisen hatte: UndNach dreyen Jahren / als der H. endlich damit er Childebertus auch beyAbt Severin vermerckte daß die Zeit GOtt durch dises H - Manns Ver-seines Abscheydens auß disemJammer- dienst Hilfferwerben/ möchte,thal zu dem warhafftigen/und ewigen

Vatterland herbey kommen wäre/und Zu unsern Zeiten ist dise Kirch / under under diser zeit den König offt besucht/ Gelegenheit der Vegrabnuß S. Se-und mit tröstlichen Ermahnungenge- verins^u einer herrlichen Abtey erwach-stürckthatte/ gesegnete erden König/ ftn/ S. Augustim Ordens regulierteund die Junwohner zu Paris / zöge auss Chorherren / und in dre Vrnderfckafftein Burg 20. Meil von Paris / vor genehmen der herrlichen Abtey zu Pa-Jahrem genanntLandon/ ,etzt Nanto- ris bey St. Victor m dernienfische Burg/ em kleines Stattlein Vorstatt.

Gastioniö / darinn em Höltzene Kirch

Cap. 1.

^ FridcMNabmlUflut,£

u>nst vonÄÖniqUd

liamniei,

War-

<