Abt/ und Beichtiger. 65
feinen Feinden wenig anßrichten wur- und Ruhe von seinen Feinden / und un stDet 1de; kehrte sich derhalben zu GOtt / Mißgönnern erlangt hatte; da fanget {"Jruffte ihn von gründ seines Hertzcns er an in dem^ahmen Gottes zubau- ScAnarn.
an/ die Sach nach seinem Göttlichen en/ richtet das Stistt auf/ GOtt /
® Frida, Willen zu machen. Als nun die be- und St. Hilatio zu ehren/ undverord-
mverende, stimmte Zeit herzu nähere/ gienge er net/ daß geistliche Zungfrauen GOttRheins zu Abend allein/ und betrübt auß der dem Allmächtigen zu grösseren Ehren/
l»uff. Insult und käme oberhalb zu dem Rhein; und Lob darinn dienen / und under der
da derselbe breiter / und krümmer siosse/ Pflicht der Regul/ ein reines / und ein-und starcker anstoßte/ darnach nähme gezognes Leben führen folten. Alsoer etliche Tannen/ senckte diefelbcn in nähme das Kloster seinen Anfang/ dadas Waffer / mit hilff etlicher wenig man zehlte von Christi Geburt. 490.Persohnen / und zweyer Stierlein / die Jahr / und ist hernach mit Königlichen/er darzu berUffen/ da er nun daß ver/ Und Kayserlichen Freyheiten herrlichrichtet hcrte; erhebte er sein Gemüth befrsyet / und bestättiget worden. Derzu GOtt/ und bäte ihn/ daß er dises heilige Fridolin Hütte auch under an-Wasserslauss/ und fluß wider, seine deren ein Jünger / den er auß dem H.
Feinde wenden/ und kehren wolte / Tauff gehebt Hütte / welcher eines gro-damit sie von ihrem grimmigen Zorn .ben/ und unbescheidenens Verstandabstunden/ und das Ort nicht mehr zu-- war/ diser hielte starck bey dem heili-verttlgen/ und zuverstörenverharreten. gen Mann an / daß man den neuenZu derselbiaen Zeit aber hatte es mit Klosterfrauen einen Kercker / oderdem Rheinstrom ein andere gestalt / Gefangnuß solte bauen/ liesse ihmsol-dann das Wasserst) von dem Shnee-- che Gedancken nicht außreden/ undGebürg herab fiele/ sich in den Thä- fienge selbsten an zubauen. Es möl-leren zwischen den Bergen versammle- te aber ihme sein Anschlag nicht gelin-U/ in den Rhein flösse/ und auf dem gen/ sonder was er bey Tag bauete /andern theil überliesse/ und warde auch daß fiele zu Nacht wider ein/ und wardeben Llß Jahr gegen Galliam so groß/ verstört; darauß er lehrnen müssen /daß man sich ein lange Zeit der Schift seinem Meister zu gehorsammen/ undfen gebrauchen müßte. 1 Nach verrich- seinen eignen Willen zubrechen. Dieter Arbeit/ und Gebett gienge der H. Liebe/ und Demuth hette auch indemFridolin wider in sein Zell/ darinn er heiligen Mann liess eingewurtzlet; danndie gantze Nacht mit Wachen/ und als zu Zeiten die jungen Knaben / nachBetten zubrachte. An dem folgen-- kindlicher Art in seinem Garten aufdieden Tag/ da deß heiligen Manns Feim Bäum das Obs abzubrechen / steigende zusammenkommen waren / und der wollen/ käme der heilige Mann offtSententz jetzt gesprochen werden solte; darzu/ Und halste ihnen nach mogttch-gchet der heilige Fridolin auß seiner keit auß Liebe auf/und ab den Bau--Cell / und sahe wie wunderbahrlich menzuklimmen/bannt sie ihnen selbstenGOtt durch sein Krasse gewürckt hatte; kein Schaden zufügten ; ja auß grosserdann das Rhein - Wasser hatte seinen Demuth biete er ihnen seine eigne Achs-natürlichen Fluß veränderet/ also daß len/ und Rucken darzu; geschahe aberan dem anderen Gestad der Alleman- daß er ohngefehr sahe einen seinerJün-nier feiten das Erdreich trucken ver-- ger darzu kommen/ so ermahneteerdieverbliben / und jedermann mit truck- Knaben Vätterlich / und sprach : liebemm Fuß hinüber wandten möchte / und Kinder steigt herab / und macht euchsitzet man noch zum Wahrzeichen die darvon/ ehe daß einer komme/ euchTannen in dem Rhein under den Stei- vertreibe/und straffe. Also großnen ligen/ die der «£). Mann zu schey- wäre die Liebe dises Manns gegen derdüng deß Wassers hinein gelegt hat. Jugend/ daß er ihnen die Freud gernHingegen hatte sich der Rhein mit vergöunete / damit sie zu dem Gutenvollem lauff auf die Frantzosische feiten desto williger / und fleissiger wurden,geweltzct / wie er dann noch heutiges
Tags fliestet. Da nun das Volck / Glarus ein Haubtflecken/ Und je- jcap.r s .und Mißgünner deß H. Manns/ die tziger Zeit ein OrthderEydtgnoßschasst/mächtige Hand sahen/ und erkennten / vorzeiten aber dem Gottshauß Se-lobten und preißten sie GOtt / der al- ckingen undcrworfien/ wäre zu Zeiten in Glarus.
solche grosse Wunderwerck thun deß heiligm Fridolins von zweyen ge-kan/ und baten? den heiligen Fridolin/ wältigen Brüdern / und Landsheyen/daß erden Herren für sie betten/ und und wie etliche sagen Grasten geregiert;ihnen Nachlassung ihrer wohlverdien- dieselben hiesen Ursus / und Landolff/len Schuld erlangen wolle. so von hohem Adel gebohren / mit gros-
c ap . u . ™ nun der heilige Fridolin durch sen Rerchlhumen begäbet/ und in demFridö. sein getreues Gebett zu GOtt/ Frid/ gantzen Land ein grosses Ansehen het-k. k. lVlurer, Die H. Schweitz. I ken.