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Vyndem heiligen Hymnio/ Beichtiger/ und Einsidler. ?<t
Unheylstifftete: Undweildarwider keinMenschlicher Rath/ noch HilffvondenAbgöttern / welche die Jnnwohner ver-ehreten/ vorhanden; wurde ihr Königauch ein Heid/ entlich gezwungen/ einAdeliche Bottschafft mit Brieffcn nachHierusalem zu dem Bischoff/ und Vor-stehern zusenden/ welche mit Verheis-jung wann sie disen schädlichen Vogelzwingen die Jnsul zuraumen/ Vieh /und Menschen unbeleydiget zulassen/ sowolle er König/ wie auch der JnsulJnnwohner alle das Heidenthum ver-lassen/ und zu dem Christlichen Glau-ben mit Mund/ und Hertzen sich beque-Ekoffer men. Ab diser Bottschafft / undHvmcm' Christlichem Anerbieten/ erfreute sichHierusalem nicht wenig; doch auß De-Glau« muth wolle sich niemand anerbieten / di-^ iumch» Bottschafft auf sich zunehmen/ undwider den Greiften zustrcitten. Hy-merius aber/ nicht aus Ubermuth/son-der GOttes Ehr zubefürderen/ undden wahren Catholischen Glauben zusteür/ und Bekrafftigung/ erbokte sichMit vestem Glauben/ und Demüthi-gem Hertzen vor dem Patriarchen / undPriesterschafft zu Hierusalem / die Reistmit deß Königs AbgesandenvollzubriN-gen/ und in GOrres Nahmen widerden Greiffen mit Geistlichen Waffenzufechten / bestreikten / und tröstlicherSü-rMoiif Hoffnung / überwanden. Nach be-
!p,nj# gehrtem/ und empfangnem Seegen/
fo» zöge Hymerius mit den Abgesanden in
dre Königliche Jnsul/ dessen Ankunjstso wohl dem König/ als allen Unver-thauen grosse Freud / und Frolockenvermsachere.
Und da S. Hymerius auf einenTag in mitte deß Volcks stunde / ih-nen oen Christlichen Glauben/ undJEsum verkündigte ; liesse besagterGreif sich aus seiner Holm durch dieSchroffen / und Felsen hinab gegen demVolck ; bewegte auch mit grausamengetöß seine Flügel/ als wolle er in dieVersammlung fliegen / mit solchem schre-cken / daß alle zu Boden stehlen. Hy-
merius aber von Göttlichem Seegen /blibe standhafftig / entsetzte sich ab demleydigen Vogel nicht; sonder machtegegen ihm das H. Creutz/ gebdttedemin GOttes Nahmen/ daß er ihm selbstmitseinemSchnabelden kleinestcnKMr-en von seinem Fuß abbisse/ und alldac p.* öuseiner Gedachtnußbinden ließ/ auch
von dünnen unverzüglich in die eussek-stb Theil deß Erdkreiß sich begeben sol-le/ an ein Orth/ so ihme GQtt ver-ordnete/ m dem er weder Vieh nochMengen schädlich sein möchte. DerGreM/ krafft S. Hymerij Gebells /und festen Glaubens / wie auch deßV. F. Murer j Die H. Schweitz»
^treibt
Zeichen des heiligen Creutzes/ bezwüN-gen/ laßt seinen Klauen fallen / undflöge mit grosser ungestümme von ban-nen/ wurde auch von der Zeit an nie-Mahlen mehr von den Jnnwohnern ge-spühret oder gesehen. Dessen sich allesehr erfreuet / weil ihr Todtfeind so ge-waltig von dem Heiligen ohn alle Waf-fen / überwunden war. Abdancktenden Heidnischen Aberglauben / und Ab-götterey ; der König samt den Under-rhanett wurden getaufft / in wahremCatholischen Glaubenunderwisen; auchdrey Bischöffm der gantzen Jnsul ver-ordnet/ dem Volck vorzustehen/ sie imGlauben zu unverrichten / und bestatti-gen. Auf diß nähme S. Hymeriusvon ihnen ein freundlichen Abfchid/undzöge milder Greiffenklauen wider Hie-rusalem zu/ welcher da mit Proccssion/und geistlichem Gesang / und Frolo-ckung der Brüder/ und Jnnwohnernempfangen worden/ und sein Nahmelvurde bey männiglich geprißen.
Diß Wunderzeichen / und besonde-re Gnad/ so in dem Heiligen leuchtete;Machte ihn so berühmt/ daßjederman-niglich em Lieb/ und Zuflucht zu St.Hymerio gewann: Entgegen aber wol-le er dem Menschlichen Lob/ und vil-faltiger Unruhe entweichen; nam vondem Patriarchen ein Abschid/ von demer einen Arm deß heiligen alten Simeo-Nts/ welcher Christum auf seinen Ar-men getragen/ samt andern denckwür-dlgen HeylthuM mehr / zu Verehrungempfangen ; dise hat er in deßgemeltenGreiffen - Klauen eingeschlossen / undmit dem Geleyvsmann Elberto seinemDiener/ sich wider über Meer inFranck-teich begeben. Da sie beyde ein gu-te Zeit herum gezogen / und eines A-bendö ein Berg angetroffen / densel-ben überstigen/ funden sie ein schönlauter BrönnleiN/ bey welchem sie ih-re Nachthcrberg geschlagen. DiserOrth wäre Cyrüiacumgenannt/ alldckvermeinte er seyn Wohnung zuhaben iAls er aber ihme/ unv seinem Diener/oder vilmehr Mtrqctthrden/ ein schlech-te Wohnung anfieng zu bauen/ unvUM Auffcnthaltung sich bemühete/wöl-ken ihn die grobe / und wilde Jnnwoh-ner nicht gedulten / da befähle S> Hy-Merrus -ein Norh/ Und Anligen GOttdem AUmächtlgrn / Betrete oie gantzeNacht andächtig: In solcher Andachthörere S. Hymerms bey M'tker Nachtein schönen , lieblichen Glockenklang /crweckete Elberrum seinen Gefehrdenauf zu horchen / welcher aber nichtskönnte^hören: über wenig StUnd hö-rete S. Hymerius solchen Klang wi-derum s bald das dritte mahl. Und
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Cap. 4 .
Zi'echt Wi sm übetMerk.
Hl'itt eliihimmlischGclrul^