Abt/ und Beichtiger.
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welchen zween Otter darein getriben /den Fisch zogen sie an das Land / wel-cher 12 . Spannen lang war/ und 4-Breit ; den andern Zug/ fiengen sieso vil Fisch / daß die Garn zerrissen /ein theil behielten sie/ die andern warftfen sie wider in das Wasser/ und wi-derkehrten/GOtt lobrnt/ in das Klo-ster. Da sprach der heilige Gall zudenGästen: HeuthatGQtt/ euch zu-gefallen/ ein Zeugnuß seiner Barm-hertzigkeit erzeigt/ aber dise haben esseilten Verdiensten zugerechnet. Undda sie zur Cellen wollen eingehen / ste-het einer da mit zwey schlauch Weins /und z. Wetzen Mehls zu Anzeigungseiner Andacht / und Vertrauen in Gott:welches sie angenehmen/ und darvongenossen. Nach dem Essen aher ha-ben sie sich mit geistlichem Gespräch er-quickt. Über etlich Tag/ in welchener ihnen auch des heiligen ColumbaniVerschidung entdeckt / fertigte er siewiderum ab.
Bald darauf/ als GOtt ein Be-lohnet der Frommen / disen streitbah-ren Helden von der Welt wolle ab-fordern / und ihme das Kräntzlein derewigen Zierden ertheilen; komt Willi-marus der Priester von Arbon zu ih-me in die Cellen/ bittend : mit ihmein die Statt zugehen/ und auf daß erseiner Bitt statt gebe/ beklagte er in-niglich/ daß er ihn so lange Zeit ver-lassen/ da er solchen Trost ab seinerErmahnung hätte schöpffen können /und spräche: Warum hast du den gut-hertzigen Zuhörern dein Lehr entzogen?weme solle ich die Schuld zumessen/alsdem Gestanck/ und Unstath meinerSünden ? dann wann du an meinemLeben kein Mißfallen hättest/ were ichdernes Trosts nicht beraubt. Disebittliche Ansuchunq bewegt den Lieb-haber der Freundlichkeit/ daß er mitdem Priester in die Statt gienge/ undda das Volck auf des H. Ertz- EngelMichaelis Fest zusammen kommen/er-gehet der heilige Gall die Zuhörer miteiner lieblichen Predig/ welche er mitso klugen Reden gethan / daß sie mitFrolocken zuhöreten/ und dem MannGottes mit höchster Andacht verehr-ten. Als er zween Tag sich alldaaufgehalten/ ergreifst ihn am drittenTag ein Fieber / welches ihm so sehrzugesetzt / da er weder in seyn Cellenwider kommen / noch einige Speiß ein-nehmen könnte. Lage 14. Tag daranKranck/ da thät er sich mit GöttlichenSacramenten versehen lassen / daraufer den 16. Weinmonatö im Jahr 624.Von discm elenden Leben erlöset / undseyn Seel voller guter Merck/ zu demP. F. Murer, Oie H. Schwer«.
ewigen Freuden/ seines Alters in dem95. Jahr aufgenohmen worden : wie Ioarmesaber Johannes Bischoff zu Costantz Bischoffverstanden/ daß der H. Gall Kranck SÄ"läge/ eylte er zu Schiß Arbon zu/nah- buchen /me Speiß/ und Tranck/ als er ver- findet ihnmeinte solche dem Krancken dienstlich / Todt.und gefällig Zuseyn/ da er aber Arbonzunahete / horete er an der Schiff - Län-de vil Jammer/ und Weinens in deßPriesters Willimari Behaußung / da-raus erkannte er den Abschid des Heil.
Galli / spränge deßwegen auß grossemLcyd/ und Liebe gegem ihme/ in das Dcsseogros-Wasser/ gienge eylends zu des Prie- i^Licbgegrsters Hauß/ samt seinen Gefährden /erzeigte sein Bekümmernuß mit vilTräheren ; deß heiligen Galli Cörperfunde er schon in dem Sarch vernagelt/öffnet denselbigen/ besichtiget den ver-storbenen Vatker/ weinet wider bitter-lich/ beklagte sich daß er seinen eintzi-gen Trost verlohren / welcher in soschwärem Bischöfstichem Last/ und Bür-den/ fein Zuflucht/ und Helffer gewe-sen. Opfferre darauffär ihn das Opf-
fer der heiligen Meß. Nach geenderSeelen Gedächtnuß / sihet er zurückin das Grab/ in welches sie ihn legenwollen : nahmen das Creutz neben an-derer Zugehör für die Begräbnuß nachHauß / wollen den köstlichen Schatzzur Erden bestatten. In dem sie den WrmhcrSarch mit dem Cörper auf die Tragen bcyvci-B^setzen woiten/ haben sie ihn keines wegö drabnG.bewegen können ; auf diß sprach Bi-schoff Johannes / diß sey ein Anzei-gung/ daß der heilige Gall seyn Ru- .hcstattdiß Orts nicht haben wolle/gä-be Willimaro dem Priester Befelch /er solle ein Karren / und zwey wildePferd darzu bestellen / und die Pferdin Nahmen des Herren mit der Leichgehen lassen. Der heilige Galluswerde die Pferd an seyn ausserlcsneRuhestatt selbsten leiten. Daraufgieng der Bischoff zur Todenbaar auf führPo?einer / Willimarus aber auf der andern keichna,»feiten / nimt sie / und sagt zu den Um-stehenden: nemmet den Rossen dieZäum ab / damit sie frey seyen / undgehen können wo sie GOtt hinftrhrenwerde; greiffen also zu dem Creutz/ undLeuchter/ begaben sich auf den WeegMit Psalmen/ und geistlichem Gesang/die Pferd giengen rechts wegs auf desheiligen Galli Cellen; allda würd dieBaar vor der Kirchen abgesetzt/ feintJünger nahmen sie in die Kirchen/undbereiten neben dem Altar bey derWand ein Grab / begruben ihn inbey-seyn grosser Mänge/und Hcrtzenleyddes Vokcks / welche Nach der Vegräb-nuß mit Bischöfflicher Benedeyung wi-der nach Hauß gezogen.
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