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Cap, 14 .
Ein kah,mcr wirr»durch ftincKiriorrgesund.
Ciliciumund Kettenwerden beyihme gcfun,den.
Thun Wwbcrtkichei«
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verbergetArbon /und dasTurgöu.
Von dem Heiligen Gallo/
Es war bey dessen Begangnuß einVettelmann / an allen Glidern vermaßftn erlahmet / daß er neben andernLeibobeschwärnuß / gar nicht auf denFüssen gehen könnte / da aber Willima-rutz deß heiligen Galli Kleider demAr-mcn ausgetheilet / seynd disem Elendendie Hosen / und Schuh zutheil worden.Darab erfreut sich der Bettler : Als-bald er aber disc Kleider angezogen /ersiarcket er an allen Glidern; springetauf/ dancket GOtt / und feinem Hei-ligen / durch welches Verdienst er dieGesundheit erlanget: Der Bischoff /und andere/ frolockten/ unddanckerenGOtt/ welcher die Heiligkeit seinesDciners/ offenbahr gemacht; liessen denErlößten mit einer Wachskertzen derLeicht nachgehen.
Die zweyte Beweifung seiner Hei-ligkeit wäre aus dem / wie folget/ ab-zunemmen. Es hatte der heilige Gal-lus ein Laderne Taschen / welche sei-ner Discipul keiner wußte / so lang erlebte/ was er darinnverschlossen hatte/dann er den Schlüssel allezeit bey sichbehalten. Als aber nach seinem Todt dieTaschen eröffnet worden / funden sie einCilicium / und ein blutige eysene Ket-ten dannn / darüber besahen sie dessenCörper / fanden an vier Orthen / daer die Kette getragen/ liesse Wunden/davon das Härm Hembd blutig wor-den. Dise Taschen trüge der Heiligallezeit an seinem Hals wohl beschlos-sen / dieselbe haben die Jünger zumHaupt seines Grabsaufgehenckt/ dar-durch GOtt Hernach herrliche Wunder-zeichen erzeigt / und bewisen hat. In-gleichem auch mit den zwo Kertzen/ so zuArbon in der Statt angezündet / midalso brennend biß zur Begräbnuß ge-bracht worden / allda wurde eine zu sei-nem Haupt / die andere bey seinen Füs-sen gesellet/welche ohnunderlaß dreysi-sig Lag lang gebrennt / und unverzeh-ret verbltben seynd. Dise Kertzen be-kamen solche Würckung / daß wer anden Ohren / Augen / und Zähnenschmertzen litte / und von Visen Kertzen/ein wenig Wachs anstriche / von stundan die Gesundheit erlangte.
Viertzig Jahr nach deß heiligenGalli absterben/komt Othwin/ dersel-ben Orthen alle Gewalthaber/mit gros-sem Kriegsheer / voller unerbittlichenZorns / verwüstet ein guten Theil deßTurgöu / hatte auch um Costantz/ undArbon mit grosser Macht alles angefan-gen zuverhergen / und zuverbrennen /die Männer / als vrl er betreffen kön-nen / hat er mit dem Schrverd ermordt /Weib / und Kinder gefangen/ und al-
le Barschafft entführet. Die Arbonerwichen in solchem Schrecken/ und Jam-mer / mit allem daß sie hatten / in r ieWildnuß / machten da Gruben / undverborgen ihre Sachen darein. Nach-dem aber der Feind Arbon verwüstet /hat er den Flüchtigen auf dem Fußnachgesetzt / auch zur Cellen deß hei i-gen Galli kommen / allda ein groß Blut-bad angerichtet / den Schatz deß Volcks/'so durch einen Bettler verrathen / be-kommen. Erchonald deß Landspfie-gers Statthalter / kommet mit?. Die-nern in die Kirchen/ in Hoffnung crilchvergraben Gelt darinn zufinden/ öffnetdie Thüren mit Gewalt / schlägt anunderschidlichen Orthen auf den Bo-den / ob nichts vorhanden ; ka-men auch über deß Heil. Gallen Grab/öffneten den Sarch / vermeinten Geltin deme zufinden / in dem sie aber mrtsolchem Kirchenraub sich verübten/ er-schrocken sie allegählina über die Massen/lauffen der Kirchenthur zu; und als siezumahlen dardurch hinaus getrungcn /besteckten sie / und wurden unsinnig / zu-cken ihre Schwerdcr/ und erlegten em-ander in der Kirchen. Erchonald einAnstiffter solches Wesens/ wölke ausschrecken von der Thür das Versengeltgeben/ stosset aber mit dem Kopffobenan/ fallet zu Boden/ ligt da seinerSinnen beraubt; da er aber von denseinigen war heimgeführt / grerffet inern neue Äranckheit an / daß er müßtegrossen Schmertzen leyden / und drs eingantzcs Jahr / daß er Haut/ und Haar/deßglerchen auch die Nägel an den Fin-gern beraubt/ müßte auch seyn Lebtagalso verbleiben. Wie aber BussoBischoff zu Costantz verstanden/ daßdeß H. Galli Grab Schaden erlittenvon den Feinden/ und daß niemandbey der Cellen verbliben ; ausser zwey-er Bruder Magno/ und Theodorico /welche die Heil. Reliquien wider indas Grab legen möchten; Da kometder Bischoff mit gesamter Clerisey/ fin-det die Cellen öd/ die zween genannteBrüder ihrer Kleidung beraubt in derKirchen ligent / und das Elendbeweinend. Der Bischoff härte eingroß Mitleyden/ hebte sie auf/ beklei-dete sie/ und verordnete/ damit sie andisem Orth ihre Nahrung/ und Auf-enthaltung haben/ und ihr Lebtag all-da GOtt dienen möchten. Die Ge-bein des heiligen Galli erhcbte er vonder Erden / und bauete wre der Brauchist / ein höhern Kasten / beschlösse denneuen Sarch mit den Reliquien/ undkehrte wider nach Costantz.
Als Stephanus ein Diacon / indifts Heiligen Kirchen/ Custos war/
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