X iS 8. F1NTANUS/ Scotos, & Confessor.
schahe/ wurde der Himmel alsbaldmit dicken/ und finstern Wolcken über-zogen/ fienge an zu Haglen/ Donne-ren/ Blitzen/ und Regnen / daß nichtallein der angefangene Bau zu Bodenfiele/ sonder auch vil under denWerck-leuthen verdürben/ die nicht durchFlucht entrinnen möchten. Hingegengeschahe denen kein Leyd/ so des Heil.Lheoduli Festtag feyrlich hielten/ undden Gottsdienst verrichteten. Da-rauß dann geschehen ist / daß in VisenLanden hernach der Festtag St.Theo-duli andächtiglich gehalten/ und er mitgrosser Reverentz verehret wird. Alsauch auf ein Zeit ein grosses Ungewit-ter am Himmel sich erzeigte/ wäre ineiner Statt ein Ehrwürdige Priester-und Burgerschafft bewegt/ durch einöffentliche Proceßion/ und Gebett sol-ches von dem Allmächtigen GQtt ab-zubitten / und zu solchem End ermäh-nten die Priester/ und Prediger dasVolck/ sich zu der Proceßion/ und an-dächtigem Gebett zuverfügen. Un-der andern Heylthumer wäre auch deßH. Theoduli Brustbild von einem Prie-
ß er herum getragen / weil aber dasngewitter nicht nachlassen wolte/wä-re der Priester/ so das Brustbild ge-tragen/ Ungedultig worden/ und außgrossem Verdruß / warffe er die Bild-nuß von sich in ein kattige Gruben /sprechende: was thun wir mit dem Wal-lesiamschen Bischoff/ weil kein Wallis-ser niemal etwas Guts gethan / oderWunderwerckgewürcket hat/ und zögedarnach mit der Proceßion fort. A-ber die Göttliche Straffblibe nicht langauß ( der seiner Heiligen Unehr nichtungerochen lasset ) dann der Priesterwar bald mit einem starcken Schlag /
und Gewalt-Gottes getroffen/ daßer an allen Glidern Lahm zu Beth li-gen müßte/ biß an sein End/ auch allein den Verstand / und Zungen brau-chen könnte/ dardurch er die Straff -Gottes erkannte; seine freche Wort/
( so er wider den Heil. Theodulum ge-rcdt ) beweinete ; Barmhertzigkeit /und Verzeihung seiner Sünden be-gehrte/ auch wie glaublich / dieselbigeerlangte/ und in diser Welt abbüßte.
Unferr von dem Land Wallis/pfleg-ten etliche an deß heiligen TheodultGeburts-oder-Festtag/ ihr Heu aufden Wissen zusammen scharren / undum einen hohen Pfahl ( wie Land ge-bräuchig ) als ein Thurn/ oder hitzi-ges Dach aufbiegen/ damit dem Heu/und Embd weder Regen noch Schneeschaden/ sonder das Wasser darüberablausten möchte/ biß sie zu gelegnerZeit solches nach Hauß führen könnten:Disen bösen Mißbrauch/ und schlechteAndacht / wolte GOtt nicht länger ge-dulten / sonder die Leuth durch ein Vät-terliche Wahrnung zu der Andacht undgrösserer Verehrung deß H. Theodu-lt ermähnen. Dann als dise Leuthwider an deß H. Festtag Pfähl in denBoden schlugen / und ihr Heu / oderEmbd darumm aufbiegeten / und nachetlicher Zeit das Heu zu Hauß führ-ten/ fanden sie die höltzine Pfähler tuKoken/ und Aschen verbrannt / ohneinige Verletzung des Heus/ daraußsie erkannten / dre Väkkerliche Wahr-nung GOttes/forthin des HeiligenBischoffs Feyrtagmit mehrer An-dacht/ und grösserer Ehrer-bietung zubegehen.
v». * v* v*v#
las Weben/ und Werben/ sann et-lichen Wunderzeichm St. Fintani/ gc-bohrncn Schottländers / BenediktinerOrdens/ und Proftß deß GottshaußRheinau.
Starbein dem Jahr Christi 827. den iz. ZTlovemb.
S. Fintani Leben hat beschuhen cruidsm Anonymus Aurkor, und istbey Herrn ^elckrore Heimisftld Goldasten / in seinem ersten ssomo, P *refecunda Allemanicarum rerum sol. Z l8. zu finden. Da dann Goldastus
hoch