Von dem Heiligen Fmtano / aus Schottland Beichtiger. 11«
hoch bedeuret/ daß deß Authoris Nahmen zugrund gangen. In demGottshauß Rheinau wird dises H. Fintani Leben in undcrschidlichen Oer-tcrn/ und geschribnen Büchern gelesen/ und gemahlet gesehen. Und hat einbesonders/ und anmüthiges Officium Canonicum/ oder siben Tagzeit /vonHymnis / Antiphonis/ Lectionibus / und Rcsponsorijs / welches Fest / undOfficium Jährlich mit grosser Andacht / und Solcmnitet gehalten wird ;und von vil hundert Jahren her / auf den is. Tag Novembris/ oder Win-termonat gehalten worden ist. Seiner Gedenckt auch )oannes 5cumpK:usin der grossen Schweitzerischen Chronick üb* f. cap. 18. foi. 419- Und dtt
gelitte i/ranciseus Guillimaunus de Rebus Helvetiorum, lib. i. cap. if;
§ ^)Aß die Jnsul Engel - undO« Schottland / so an dem^ Brittamschen/HibernischöundTeutschenMeer gelegö/zwey underschidliche Kö-nigreich gewesen / zween König darin»regiert / und zu unser-n Zeiten / nach derKönigin Elisabetha Todt / under ei-mn K önig kommen / bezeugen alle Hi-stori Schreiber/ und ist allen dennenwohl bekannt/ die nur ein wenig dieHistorien gelesen. Dise zwey König-reich waren in sonderbare Provintzen/Hertzogr und Fürstenthum/ GrassundHerrschafften außgetheilt. Under die-sen wäre in dem Königreich Schottennicht das geringste das LaginensischFürstenthum : welches um das JahrChrist 750. Ein großmütiger frommerFürst beherrschete von KöniglichemSchottländischem / und HybernischemGeblüt gebühren/ der mit seiner hoch-adelichen Gemahlin 2. Söhn / und 1.Tochter bezeuget / darunderderH.undgebenedeyte Fintanus/ oder wie ihnandere nennen Fintanum oder Funtan-um / gewesen. Wiewohl es nichtbeschriben/ wie Fromm/ Andächtig /und Gottsförchtig S. Fintanus in sei-ner Kindheit gewesen seye/ auch nochnit gesunden wird; so ist es doch ausnachfolgender Historia / wohl und leicht-lich abzunehmen/ daß er sich von 3 »*gend auf der Andacht/ und GOTTwohlgefälligen Wercken beflissen / undihme hciliglich gedienet habe. Alser nun zu feinen Männlichen Jahrenkäme/ begäbe es sich daß die wilde /und Heidnische Norttmani außFranck-reich über Meer/ in das KomgreichSchotten/ flnd Hybernische Jnsul fte-kn/ auch mit Rauben / Brennen/Mor-den/ grossen Schaden thätten/ und indem abziehen'vil Weibs-Persohnen /und under andern auch des LaginischenFürsten Tochter S. Fintani SchwesterMansch mit ihnen hinweg führten.Der Vatter befähle bald seinem SohnFmtano / daß er sich folte auffmachen /sich mit getreuen Dienern/ und Gefähr-ten versehen/ und dem Feind nacheylen/
sein Schwester zu entledigen/ und mitGelt zu kauften. So bald aber die wil-den Norttmanni Fintani/ und seinerGefährten ansichtig wurden/ grissensieihne/ und seine Gefährten an/ nah-men sie gefangen/ führten sie in dieSchiss/ und schlugen sie in die Eisen-Band. Da nun S. Fintanus einTag/ und Nacht gefangen war/ be-rathschlagt sich die Norttmanni (zweiftfels ohn auß Göttlicher Fürsehung )und achteten für gut / daß man die nichtfolte fangen / so da kamen andere mitGelt/ und Gutzuerledigen/ und auß-zukauffen. Darauf war Fintanusledig gesprochen/ und mit seiner Schwe-ster frey entlassen. Als auch aufein andere Zeit die Heidnische / undTyrannische Norttmanner in Schottenund Jrrland wüteten / und raubten /wolten sie St. Fintanum fangen / derflöhe mit Noth mein Hauß/ und stel-le sich hinder ein Thür/ und ob gleichdie Feind auch in das Hauß krängen /und solches an allen orthen durchsuch-ten / könnten doch sie ihne mergenrsfinden/ dannGOttihr Augen verblen-det/ und feinen Diener beschützt/ undunsichtbar gemacht hatte.
Es ist nicht zu verschweigen / wieGOtt durch seine Fürsehung so wuu-derbarlich seinen H. Diener Fintanumauß seinem Vatterland/ und Fürstcn-tbum gezogen / daß selbige zuverlasseneingesprochen/ und in frembde Land /durch langwirige Pilgerfahrt geführethabe. . Dann als aus ein Zeit in denLaginensischen Provintzen/ ein zwcy-tracht / und Krieg / zwischen zweyenFürsten/entstünde; dahienge S.Fin-tani Varier mit den sinnigen einemHerren an / den er vermeinte das bes-sere Recht zuhaben/ und erstahe demanderen Herren einen lieben Ritter /und Diener. Diser Fürst ergrimmteüber den Vatter St. Fintani / und ge-dachte die That zurechen. Und alser deß H. Fintani Vatter in einer Be-rufung oder Schloß wäre / steckte erdasselbig mit Feur an/ zwange sie he-
rauß
Cap.