Vcichtiger zu St. Gallen. 135
pil auf Notkerum hielte/ und über ab das er in wenig Tägen seyn vorige Ge-lcrley Fragen von ihmc Antwort / und sundheit widerum erlangte.
Erklärung begehrte / und' empsienge /
verachtet er solches/ und wolle nichts Es hatte der H. Notkerus( wieauf den Heiligen/ und seine Weißheit oben gesagt worden leinen Mang-l anhalten. Qhngeführ gienge der Cap- seiner Zungen/ daß er in dem Redenlan mit andern durch die Kirchen/ und anstiesse/ daher er auch Balbulus ge-sahe denH. Notkerum bey dem Psal- nannt würd/ aber in dem Gemüth /terio sitzen/ da sagte er zu seinem Ge-° und Geist manglet ihme gar nichts/iroselten : Sitze/ daß-solle der gelehrteste sonderheit redete er mir &Ött gar 0 st/Mann seyn in des Küysers Reich / a- dann er dem stütttgem Gebekt / und, ber ich will hingehen/ und ihme ein Betrachtungen gantz ergeben war. ErFrag aufgeben / daß er darab muß zu- hatte in dem Brauch / fast alle Nachtschänden werden. Sie giengen samt- vor der gewöhnlichen Metten - Zeit auftiich gegen dem H. Norkero/ der/nach zustehen/ und in der Kirchen zubetten/dem er auffgestanden / har er sie freund- under dem Tag pflegte er oft heimlichiich gegrüsset. Sage mir sprach der in der Kirchen in sonderbaren Capeklen/Caplan zu StNolkero gelehrter Mast/ oder heimlichen Ocrthern / dem Gebett/weist du was jetzt Gott in dem Him- und Betrachtungen obznligen / undermel thut ? Nvlkcrus antwortet De- denen er auch von dem bösen Feind oftwüthig. Ja ich weis es wohl: was und vil angefochten würd; also daßer allzeit thut/ daß thut er auch jetzun- solcher vilmahls sichrbahrlicher Weißder/ und wird es mit dir auch also sich bey ihme erzeigte/ und ihn zupla-wachen : Er erhöhet die Demüthigen/ gen/ und zuverhmderen sich mwerstun-Und ernideriget die Hoffarrigen. Ab de. Gegen weichem aber der heili-diser Antwort spotteten die Geführten ge Notkerus unerschrocken war / wiedes Caplans/ aber er achtere solches wohl er sonsten von Lkeib schwach / undnit/ und gienge von dannen. Bald in anderen unversehenlichen Zufühlenhernach wolle der Kayftr widerum ver- von Natur etwas Forchtsammer ge-reisen/ und derstoltze Caplan/ machte wesen. Aufeinmahlals er zu Nachtsich auch zu seinem Pferd / als er nun vor Metten-Zeit in der Kirchen ber-Su des Klosters Thor hinaußkommen/ tens wegen/ die Altar besuchte / undda Fallt das Pferd mit ihme / erzerfie- letstlich in die Capell der Heil. Zwölss«e das Angesicht / und brache einen Aposteln / und St. Columbani / die- Schenckel ab. Die Bruder liessen ihn under dem Boden in einer Kruffr war/widerum in das Kloster tragen/ und käme/ und allda seyn Gebett eysterigwendeten alle Mittel an/ ihne wide- verrichtete/ da höret er nicht weit vonrum zuheylen/ aber dem Schenckel möch- ihme gleichsam ein Stinun eines Hunds/te mchl gcholffen werden. Da man bißweüen auch eines Schweins / mer-aber die Vorsagung des hciligens Matts cket wohl daß es der böse Feind wäre/vernähme/ würd ber Kranck ermah- und sprach zu ihme: wiewol stehet dirstet jhne zu sich zuruffen/ den Seegen dise Stimm an/ nach dem du auß demvon thme / und um Verzeyhung zubit- Himmel verstossen / und die H/mmli-ten. Er aber verachtet solches zu- sche Stimm vcrlohren hast ? darauffchun / und sagte: solchen Zustand seye er ein Liecht angezündt/ und den Teuf-lhme nicht begegnet aus Notkeri Weis- fei gesuchet / der als ein wütender Hundwgung : aber der Fuß wolle nicht ge- ihme in die Kleider gefallen ist. Nor-stesen/ und wurden die Schmertzen je kerus aber spräche zu ihm - ich gebieteMger je grösser/ derhalben wurde di- dir imdem Nahmen IEsu Christi/undsir hoffarkige Caplan einsmahls um seiner Heiligen/ daß du meiner allhie inMitternacht / die Brüder zubekten ge- diser Hundögestalt wartest. Der Teuf-^wungen / man solte den Diener Gor- fel sprach : ich will warten / ja wann esNotkerum zu ihme beruften/ der mir gefallt. Der heilrge Notkerus anHaus liebreichem Hertzen alsbald kom- wortete ihme : Ich traue zu GHtt /wen. Da sprach der Krancke: Hei- du werdest müssen warten/ es gefalle"ger Vatter/ ich hab wtder GOTT/ dir / oder nicht/ gehe htemil eylenszuund wider dichgcsündiget/ daß ich dich S. Gallen Altar/ nimmt von demstl-hab wollen versuchen / aber verzeyhe ben des heiligen Columbani «stecke» /stur /und berühre allein meinen Schen- und Crcutz/ legt das Creutz in dencrel/ so hvffich Gesund zu werden.AIs -Eingang der Capellen nider/ und mirnun der H. Notkerus den Schenckel dem Stab gehet er hinein / sahet anberühret Hütte / empfände der Kran- den Teusfel mit demselben so darr zu-we em Besserung/ und das Bein fien- schlagen/ daß er jämmerlich anfieng rü-ge allgemach an zusamen zuwachsen / schreyen : o wehe / Q wehe! damit
verbräche der Stab. Bald kcmt
P. F. Murer , Die H. Schwcitz. A a der
Cap. «.