Der Teuf,fei woltNoikeriim<ien, schädi-gen.
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Notkcn
Schir-Ilcr
Cobn
stirbt.
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Von dem Heiligen Notkcro/
der Mesner daher/ wolte sehen wasdas; für ein Getümmel wäre / und als erdas Creutz von dem Boden aufhebre/entranne hiemit der Höllische Hund :und weil dem heiligen Mann Angst war/daß er den Stab zerbrochen/ erzehleter dem Meßner den gantzen Verlaust/und batte ihn er wolte den Stab wide-rum lassen machen/ und die Sach nie-mands offenbahren/welche ein Zeitlangverborgen bliben / aber hernach offen-bahr worden. Auf ein andere Zeit /als Notkerus nach seinem Brauch denHimmlischen Beschaungen oblag / undalso darinnen verzückt war / daß er da-rob die Nonzeit zu betten vergaffe / sa-he er nach der Compler auf einem Bäl-den/ da er übermahlen nach Gewohn-heit/ in dem Gebe« war/ den Teuffeletwas an die Banne schreiben. Dafragte er : was er schriebe ? der Teuf-fel antwortete: die Non schreib ich auf/die du heut versäumt hast. So baldnun der heilige Mann die Non zu bet-ten anfienge/ löschete der Teuffel gleichwiderum auß was er geschriben hatte/und als der heilige Notkerus under demGebctt sich auf die Küpe begäbe / warf-fc der böse Geist das Brett / aus daser zuvor geschriben hatte / herunder;Notkerus aber weichte auß dem Wurff/dessen der Teuffel lachete/ und sprach :eben daß hab ich wollen / daß du mirauffstchcn müssest. Der heilige Mannaber sagte: wann du mir widerum wieneulich in Hunds/ oder Schweins Ge-stalt kommen wirst/ so will ich dichglei-cher Form empfangen. Solches habenandere Bruder/ die auch in der Kir-chen hin und wider heimlich ihr Andachtverrichteten / alles gesehen / und gehört/und hernach offenbahr gemacht.
Es underliesse aber der Teuffel keinGelegenheit/ damit/ er könnte demheiligen Nvtkero/ und seinen BrüdernGeschafft / und Unruhe machen. Aneinem Tag zu Morgens Zeit erschiene erdem H. Notkero / und sagt zu ihm: heutwerde ich dir / und deinen Brüdern einböse Nacht machen. Notkerus ant-wortet' ihm / und sagt: Ein böser Vo-gel hat ein böses Gesang. Notkerusaber thäte solches seinen Brüdern baldkund/ und ermähnet sie alle / daß siesich denselben Tag wohl hüten / und sichmit andächtigem Gebett GOtt befehltsollen. Einer auß denselben / mit Nah-men Wolo / ein junger Graff von Ky-burg / deß H. Notkeri SchwesterSohn / auch ein wohlgelehrter Jüng-ling/ sonst aber etwas umschweisfig/dessen er doch vfft ermähnet / und ge-strafft würd/ achtete deß Heiligen Er-mahnungen wenig / und wiewohl ihme
sonst verholten würd / selbigen Tagniergend hinzugehen / möchte er es dochnicht halten. Er war eben dasselbigmahl ob dem Schreiben/und seine leisteWort / die er geschriben hatte / warendise : Incipiebar enim rnori, das ist/er fienge an zu sterben. Da wüschet eralsbald auf/ laufft dem Glockenthmn°zu/ und wolt in denselben hinauffstei-gen/ daß er in das Feld hinauß schau-en / und seine Augen / und Gemüth hie-mit belustigen könnte. Als er auf derStiegen ob dem Altar der HH. Jung-frauen kommen/ gäbe ihme wie glaub-lich der böse Feind einen Stoß / daß erhinab fiele / und den Hals zerbräche.Die Brüder liessen herzu/bringenihmedas Heilige Sacrament/ welches ernach gethaner Beicht genossen. Daman aber ihne auß der Kirchen in dasKrancken - Hauß tragen wolle / sprächeer : lasset mich zuvor die H H. Jung-frauen amuffen / dann sie wissen / obich schon der Sünden voll / daß ich dochkeines Weibs niemahlen schuldig wor-den. Under disem käme auch der hei-lige Notkerus darzu / dem botte derKrancke die Hand / und sagte : lieberVatter/ und Vetter/ dir/ und denHH. Jungfrauen / befihle ich meine sün-dige Seel. Der heilige Mann betrüb-te sich sehr / fiele nider auf seine Knye /unv sprach : Q Ihr HH. Jungfrauen/auß Vertrauen so ich zu euch habe /und trage / nimme ich über mich disesBruders Sund / und thu uns beydeeuch befehlen. Aufdises trüge man ihnzu der Kirchen hinauß / er aber begehr-te etwas zu ruhen / lrucket dem H. Not-kero starck die Hand / und gäbe hiemitvor der K'irchenthür seinen Geist auff.Dessen Leib der H. Mann gewaschen/in die Todtenbaar gelegt / und zu derErden bestatten helffen. Bettet etlichTag eyfferig für deß AbgestorbnenSeel. An dem sibenden Tag hernach /da er übernacht in der Kirchen verblibe /und in dem Gebctt aufden Knyen vocder Mettei - Zeit ein wenig entschkief-fe / käme ein Engel zu ihme in Gestaltdeß Raperti / seines Mitbruvers / weck-te ihn auf / und sagte zu ihm: demVerstorbnen seynd vil Sunde verzihen/weil er vil geliebt. Notkerus wie ge-gemelt/ vermeinte es wäre Rapcrtus/sprach zu ihme: lieber wohero weist duvises ? er aber schleicht hinweg / demegienge Notkerus nach / und vermeinteer wäre darum hinauß gangen/ daß er- in der Kirchen nicht reden wolte / fändeaber niemands mehr. Darauff er einLiecht angezündet / und suchte Rapcr-tum in seiner Cellen/ findet ihn ebenvon dem Beth auffstehen / sich auch vorder Metten-Zeit zu dem Geberr in die
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