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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von der Heiligen Jungfrauen/

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dig gefunden worden / und seynd mit Zeit ein blinder Kaussmann in deß H. AFreuden wider darvon gefahren/ und Magni Kirchen käme / und nach ver-

an ern sichcrs Orth kommen.

richtem Gebett in der H. WyboradaCellen sich zuführen begehrte / hat er

a-?. ». Wie nun das Gefchrey genug he- von der Wand in ein Tüchlein ein we-rum gangen / daß die Ungern in das nig deß Bluts schaben lassen / und das-Tcutschland einen Einfall haben ge- selbige in der Herberg üoer seine Au-than/und ein Land nach dem andern mit gen gebunden / und sich der H.Jung-Kriegsmacht/ Brand / und Schwerd stauen befohlen / da ist er von Stundvertilgeecn / kamen sie endlich auch im an Sehend worden. Darnach giengeJahr Christi 925. zu ausgehendem er widerum zu der H.Begräbnuß/dan-Aprilen gen St. Gallen / in Hoffnung ckete GOtt/ und der H. Martyrin umein gute Beut/ und Raub darvonzu- die erlangte Gesundheit,tragen. Weil aber der beste / und

große Schatz aus zeitlicher Ermahnung Die H. Jungfrau Wyborada star-der H. Wyboradä in sichere Oerrher be nicht gleich die Stund / da sie diegeflvhnet / ergrimmten die Hunnen 0- tödtliche Wunden empfangen / sonderder Ungörn noch mehr / machten grosse erst den andern Morgen. Da kämeFeur in die Kirchen / und grosse Ge- ihr leiblicher Bruder Hitto (jo sich inbäu / dieselbigen zuversprengen / ver- ein wildes Gestäud versteckt / und denbrannten die Bilder/ und Altar / und Dingen zugesehen) sein H. Schwesterwas ihnen Widerstand thäte/ ermörd- zubegraben/ auf daß nicht die Ungernten / und erschlugen sie. An dem war widerum kamen / und sie samt der Cel-noch nicht genug / sie eylten auch zu len verbrennten / aber die S- Rachil-der Kirchen St. Magni / solche auch da wolt daß nicht gestatten / sonderzuverbrennen / aber nach Göttlicher wolle deß Abts / und Conventö in daßVorsehung/mochte sie ihr nichts abge- Kloster Ankunfft erwarten. Nach achtwinnen / und Schaden; darauf liessen Tagen / als der Abt EngelbertuSsie in grossen Zorn/ und Wüthen hin/ verständiget war durch Hittonem / daßund wider / suchten die Schatz von die wüthende Hunnen oder UngernSilber / und Gold / endlich kamen den Platz geräumt hätten / und abge-sie zu der Heil. Wybaradä Cellen / zogen waren/ käme der Abt samt sei-welche / weil sie wohl verschlossen / nem Convent / und andern Perjoh-verhossten sie einen grossen Schatz nen widerum gen Sr. Gallen /und sän-darum zufinden / und zwar wäre den den tddten Leichnam der H.Jung-disem also nicht von Silber / Gold / stauen/ und MartyrinWyboradä mitund Edelgesteinen sonder von guten trauren. Zur selbigen Zeit geschaheWercken / Heiligkeit / und vilen Tu- ein wunderliches Miracul / dann alsgenden / als ein köstliches Geschirr deß man den H. Leib wolte waschen / tonteH. Geists. Als sie nun zu der Cel- man die drey Wunden mcht mehr finden/len kamen / machten sie ihnen einen und so sie nicht in ihrem eignen BlutEingang durch das Tach / warffendie ligent gefunden wäre/ hätte man kvn-Ziegel hinweg / und fanden die H.Wy- nen zweiflen / ob sie gemarryret wäreberavam in ihrem Bettkämerlein mit ei- worden. Hingegen aber fande mannem härmen Kleid auf dem blossen Leib em offne Wunden / die ihr die cyftneangethan in ihrem Gebe«/ und begehr- Ketten so sie getragen/ aufgebissen hat-ten mit ungestümme von ihr die ver- rc/ welche Kelten hernach mit dem H.borgne Schätz / und ihr Gelt / und Leichnam in das Grab gelegt worden.Die H. Gut. Da aber die Heil. Wyborada Da man nun den H. Leib in die Sarchnichts hatte / noch anzeigen könnte / legen wolte / möchte wanden nichtda-atidiioiim. wurde sie von etlichen bösen Buben rein bringen / dieweil die H. Marty-spöttlich biß auf das Cllrcmm ausge- rin in der Stund ihrers Todts den eintzogen / und mit dreyen todtlichen sti- Fuß / und den einen Arm an sich gezo-chen an underschidlichen Orthen deß gen/ und nach ihrem Todt niemandHaupts verwundet / den 2. Mast deß vorhanden wäre / der die gestorbne925. Jahrs / und liessen also die H. Glider zu recht wie bräuchig / gelegtMartyrin in ihrem Blut halb todt li- hätte. Als man sich aber nun langgen / und Gort ihrem Gesponsenden berathschlaget hätte/ wie die H. Gli-Geist aufgegeben. Sie wurde aber der in die Sarch zulegen waren / siheba-dhernach m ihrem Blut / und Cili- da strecket die H. Verstorbne Wybo-cio ligend gefunden. Die Wand / und rada ihre Glider selbsten/ und bekämeMaur war mit Blut besprenget / wel- darauf ein so schönes / und lieblichesches weder mit Wasser abzuwafchen / Angesicht /als wolte sie widerum Leben-noch mit einer weissen Farbverduncklet dig werden/ und widerum zu ihr silb-werdcn möchte. AIs aber zu einer sten komen/und gäbe ein lieblichen Ge-

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