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kuch von sich. Wie nun alles ( so zueiner Gottseeligen Begrübnuß gebüh-ret ) bereit wäre / käme der Abt mitfeinem gantzen Convent / und grosserMünge deß Volcks zu der Cellen derH Wyborade / trugen den H. Leich-nam mit sondern Ehren in St. Mag-ni Kirchen / und nach gehaltnem Golts-vienst bestatteten sie die Leich an einEhrliches Orkh; da dann Gott seinergeklebten Dienerin/ und Gesponsenzugefallen vit Wunderwerck/ wie gesagtsoll werden/ gcwürckthat. Deßwe-gen der Abt Rorrperrus zu St. Gallenbewegt worden / die Andacht der from-men Christen zumehren/ und erlangtevon. Päpstlicher Heiligkeit Elementedem andern / daß in dem Jahr deßHerren 1046. die H. Jungfrau / undMarryrin Wyborada/ rn die zahl derH. GOltes geschribcn/ und canonisiertwurde.
Es hatte auch die H. Wyboradaetliche geistliche Schwestern oder Töch-tern / under denen die S. Rachilda ander Heiligkeit / und Keuschheit die für-uehmfte war / wie dann schon hicvor indem gantzen achten Capitel gehandletworden/'dergleichen auch in dem 10 .Capitel angezeigt / wie S. Rachildavon ihren Eltern an sichere Orth zu-fuhren begehrt worden / aber von derD. Wyborada getröstet / und verspro-chen worden / daß ihr kein Leyd gesche-hen / und kein Harlin gekrümmt wer-den solle. Als sich derhalben die H.Rachllbis sehr fürchtete / wegen deßEinfals der Hunnen / empsienge sievon der H. Wyborada ein Crucifixauf einem zarten Tüchlein gemahlet /Zu einem Trost/ und Sicherheit/ daßihr die wüttende Huunen nichts scha-den wurden. Da nun S- Wyborade^ampff/ und Marter angienge/ unddie Hunnen in der Cell hin / und herwüsteren / könnten die wilde Leuth derGottseeligen Rachilde Cell / und siedicht finden / noch einigen Schaden ihrMgen / dieweil sie in Gott/ und St.Wyborade Wort vertkauet/ und deßD- Creutzes Bildnuß auf dem Tuchgemahlet/ für ihr Fensterlein gehenckt«atte / so die Tyrannen verblendete."<rch yjsem lebte die S. Rachilda nochf 1 ' Jahr/ und stunde vil Kranckhei-ken / und böse Geschwür mit höchsterGedull auß / daß ihr Leben schier ein»mmerwehrende Kranckheit gewesen /und nahsne ein seeliges End / um das-oahr Christi ungefährlich 946.
v. ssnder Geistliche Tochter wäreore Bottseetige Jungfrau Kebennina /welche m ihrem hohen Alter/ auß er-
littner schweren Kranckheit/ ihr Ge-dachtnuß fast verlohren hatte / also daßsie Eckerardo/ dem Eltern Decano zuSt. Gallen/ so St. Wyborade Lebenbefchrlben / wenig dienstlich / und ver-hilfstich sein könnte / da sie doch deß Le-bens der H. Martyrin die beste Wissen-schafft hatte. Räch dem aber die S.Kebennina / mit grosser Andacht beyderMattyrm Grab/ um Verstand / undGedachrnuß gebetten hätte / würd ihrin nachgehender Rächt ein Schriffk füt-gehalien mit disen Worten. Utere cu-piris; Was du begehrest wird dir ;u->gelassen/ und da sieerwachete/ befän-de sie sich des gantzen St. WyboradeLeben ein gute Wissenschafft zu haben/welches Kebennina mit sonderlichemCyffer / und Göttlichem Geist Ecke-rardo erzehlete.
Wendilgarda/deß K'aysers Hen-richs Aucupjs TochterS Tochter / deßGrasten von Lintzgau / Buchhorn / und,Montfort Gemahlein/ da sie vernähme /daß ihr Herr / und Gemahel von denHütten indemBäyerland gefangen underschlagen wordk/undergabe sie sich mitErlaubnuß deß Abts Salomonis zuSt. Gallen/ undBischoffznCostantz/der H. Wyborada Zucht/ und Dis-ciplin/ und nähme ihren Orden an.Daaber der Grass nach etlicher Zeit wide-rrum heim käme / würd sie gezwungenden Geistlichen Stand zuverlassen undmit ihrem Gemahel zuhausen ; letftllchwürd sie bey dem Grasten schwanger /und starbe an dem Kind / welches le-bendig aus dem mütterlichen Leib ge-schnitten/und GOTT/ und St. Galtgeschenckt/ und aufgeopffert worden.
Es wolte aber der AllmcichtigeGott/seine geliebte Gefponß Wyboradam inLebzeiten mit vilen Gnaden/ Prophe-tischen Geist / und Wunderwercken derWelt nicht allein kundbahr machen /sonder auch nach erlangter Marter-Cron/ solche zuvermehren. Run warbey ihrem Grab ein K ertzen aufgestellt /die zu allen Gertsdiensten Tag / undNacht solte brennen / und darnach wi-derum ausgelöscht werden. DerMeß-mer verrichtete sein Ampt fleißig / fändedoch die Wachskertzen zu dreyen under-schidlichen mahlen brennend / fragteder Sach nach / könnte aber nichts er-fahren / dann sie von Himmel herabangezünd worden / weil die Kertzen audem Wachs nicht schwane noch vewtropffere.
. Der H. Wyborada Dienst-Magdstund in einer Rächt von ihrem Bethauf / in St. Magni Kirchen der H.
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Cap
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