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224 Von dem Heiligen Conrado/
noch vor der Statt gelegen. Mehrdie Seiten/ und Säulen zu Bischoff-zell samt dem Chor / dann es zuvor einkleines geviertes Kirchlcin gewesen/ wiees Bischoff Salomon gestifftet. Mil-ler weil gewunne der Mann GOttesein Lust / Begierd / und Liebe gen Jeru-salem/ dieH. Statt unserer Erlösungheimzusuchen / und allda seiner Andachtzu pflegen / welche Reiß er zu dreyenunderschidlichen Zeiten seines wehren-den Bischüffiichen Ampts verrichtete.Er hatte auch ein sondere grosse Liebe/und Andacht zu dem allerheiligstenGrabJEsu Christi unsers Herren/ dessenAbbildung/ Grösse/ und Weite er mitsich aus dem H. Land gen Costantz ge-bracht / und als er nicht l<um hernachbey dem Thum die Capellen St. Mau-ritij bauete / mit etlichen Pfründen/ undPriestern stifftete / und versähe / liesse erin die Mitte derCapellödie eygentlkche/inn - und außwendig Abbildung der Ca-pellen/ von guten Rorschacher Steinen/des H. Grabs Christi setzen/ wie esnoch gesehen wird/ und so wohl dise /als andere Capellen / und Kirchen mitköstlichen Heiligthumer/ theils von denlieben Heiligen GOttes/ theils auchvon dem H. Land Palestina/ und Rom/mit Gold/ und Silber eingefaßt/ zie-ren. Nicht ferr von disem H. Grabunsers Heylands / doch ausserhalb derCapellen St. Mauritij/ aus grosserDemuth/ under dem freyen Himmelausdem Kirchhoff erwöhlete er ihme seinBegräbnuß. Zu dem allem hat erauch ein Spital zu Costantz/ zu'Auf-enthaltung zwölfi Armen/ die allzeitallda erhalten sollen werden / nebenandern Frembdlingen/ und Durchrei-senden Bettlern /gebauet/ zu deme erso grosse Anmuthung gehabt / daß erselber in eygner Persohn Holtz/ Stein/und andere zum Gebau gehörende-Merck/ getragen/ und denselben'mitgenügsamen Zinßen / und Gülten be-gäbet. Es vermeinen etliche daß di-ser Spital gewesen seye das Seelhauß/andere das klein Spittälein/ daß jetztdie Thum - Probstey ist. Aber wannman den ^Stiffr - Brieff Bischoff Ul -rlchs deß ersten diß Nahmens zu Co-stantz liset/ und das Privilegium Kay-sers Heinrichs des vierdten / findetman daß diser Spital / das jetzig Gotts-hauß Creutzlinqen gewesen ist / wie an
seinem Orth / dcMonasterijs Helvetias,zulesen. Er halste auch die StattCostantz zuverbesseren / und mit Ve-stungen verwahren/ wider der Hun-nen/ oder Ungern Anlauff/ die im Jahrdes Herren 938. hernach mit Schanden /Und Schaden müßten abziehen,cap- ?• Mit dem Geist der Weissagung
war unser H. Bischoff auch begäbet Pund seynd ihme vil heimliche/ und ver-borgne Geheimnussen von GOtt geoftfenbahret worden / sonderlich in demJahr Christi 9^8. auf den H. Crentz-tag zu Derbstzeiten in der Nacht/ wieGOtt oer Allmächtig mit einer grossenSchaar der Cnglen / und HeiligenHimmelfürsten/ seiner geliebten Mut-ter Maria zu hohen Ehren/ die Cavellzu Einsidlen mit eygner Hand weyhensahe. Von disem grossen Wunder-zeichen besehe der fromme Leser das Le-ben St. Eberhards/ des ersten Abtszu Einsidlen fol. 207. Cap. z. Es istauch die gemeine sag/ unser Gottsee-liger Conradus seye auf ein Zeit mittrocknen Füssen / über den weiten Bo-densee gangen / wie solches R. P. Pe-trus Canisius in seinem Martyrologio ,neben andern bekrästtiget. ' Als St.Gebhardus der ein gcbohrner Grastvon Bregentz war/ zu Costantz studier-te/ und dem H. Conrado wohl befoh-len war/ begäbe es sich/ daß der Geb-hardus sich in dem VischöfflichenThron/und Sessel St. Conradi setzte / da a-ber der Gottseelige Bischoff ohngefährdarzu käme/ spräche er zu dem Jüng-ling : Gebharde du sitzest noch zu frü-he in disen Sessel/ dann noch einervor dir in disen Thron sitzen wird.Wol-te damit der H. Bischoss andeuten/ daßer zwar künfftiger Zeit Bischoff wurdewerden/ doch wurde vor ihme noch einanderer an das Bischthum kommen ;wie dann geschahe/ daß nach St. Con-rado Gamenoldus/ und darauf Geb-hardus Bischoff zu Costantz worden.
Von der freundlichen Gemein- ctjschafft / und Heimsuchungen des Heil. gj*Conradi mit dem H. Bischost Ulrich i#®,zu Augspurg / besehe der gurhertzige Le-ser das Leben des H. Ulrichs/ oben \«$?beschriben cap. 10. fol. 215. Auf ein ^Zeit begäbe es sich / daß der H. BischossUlrich St. Conradum als seinen Vet-tern / aus dem Schloß Lausten an demRhein under Schaffhausen/ heimsuch-te/ und als dise beyde Heilige Männeran einem Morgen von dem Schloß hi-nab giengen den grausamen Wasserfahl/
( wie der Rhein zwischen zweyenSchrof-sen/ oder Bergen hindurch schüsse inein Liesse / als wolt er sich in das Erd-reich versencken/ und aus diser liesse wi-derum hinauff quallete / und schwun-ge/ und von bannen auf RheinaU .zuflusse)-zubesichtigen / da sahen bistzween H. Bischöff mit grosser Verwun-derung under andern Wunderwerckcuzween Vögel um dise beyde Schlössen/oder Bergen indem Rhein stehen/unddarnach dem grausamen Wasserfahl so
nahet
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