24o Von -em Heiligen Wolffgang/
des Vischthums/ und der Abtey zu-mahl solre underfangen. Ein Bischoffhätte genug zu thun / wann er für seynHirtenampt sorgte / ingleichem ein Abt/so er seiner Brudern Heyl begehrt zu-fürdern / und seyn Kloster rechtmäßigzu verwalten / hät er auch für sich ge-nug zu thum. Darum stelle er ih-nen das reuig wider zu / was von an-dern ihnen zur Aufenthaltung / und zurEhr GOttes geschenckt worden. Seygäntzlicher Hoffnung/ es werde ihm /und seinen Nachkömmling zu Nutz ge-deyen / weil er ihnen das ihrige widerzustelle. Also stillete er seine Räth /daß-sie hinfüro seyn Klugheit lobten.
ca P . 6 . Zwey Frauen Klöster waren zuD°mem Regenspurg j t>a$ ober/ und das un-Klosterdeß der Münster/ darinn die Klösterlichekttiibrii Mr. Disciplin schier gantz abgangen.Alö erdm r. an- dasselbe wider wolle in den alten Standmierk achten/ wandten die Persohnen darin-nen ihr Freyheit für / wollen sich derReformation nicht ergeben / müßte al-so der H. Bischoffunverrichter Sachenabziehen/ gleichwohl ein kurtze Zeit /dann er bauete zu Regenipurg ein neu-es Jungfrau-Kloster zu S. Paul/ inwelches er Gottssörchtige wohl regu-lierte Jungfrauen setzte/ welche ande-re underuchttten/ und den Orden rechtzuhalten lehreren. Als verwegen diseein unsträfflichordenliches Leben führe-ten / waren die andere obbenannte durchihr gutes Exempel bewegt/ und gleich-sam gezwungen/ ihr Leben auch zu bes-sern / und ordenlichcr zu Leben. Oftund vil besuchte er zu Regenspurg dieKloster / jetzt Betrens wegen/ dannauf zusehen wie sie sich verhielten.Brachte also die Klöster / und Stiffterwrder in vorigen eyfferigen Stand/ undWesen. Bekehrcte so gar auch dieThum-und Stisstherren/ daß sie bes-ser anfiengen zu Leben / und den Gotts-Dienst emsiger zu verrichten. Überdaß alles / ob er zwar immerdar mitden Geistlichen/ und Clerisey zuthunhät / liesse er doch die Weltliche/ unddise so ausser der Statt wohneten/ nitEvffcr tu unversorget. Bezöge seyn gantz Bisch-' thum / besähe die Kirchen / und anderder Rcbgü re Bau/ und Zierden/ er forderte zuon/und sich die Pfarrherren/ und Seelsorger/Eguckimig. fragt nach ihrem Wandel/ und Leben/tdums -ehr/ und Einigkeit/ straffte dise sonachlaßig/ fahrloß/ und unartig wa-ren. In seinen Predigen richtete ersich nach dem Stand/ und Gelegenheitder Zuhörern/ braucht wenig spltzsün-dige Wort / mäßigte seine süsse Wortmit unsprechlichem Epffer / und Ernst/damit er jedem das Hertz rührete; wel-che aber ihn verachteten / oder ihme
übel nachredten / wurden öffentlich durchdie Raach - GOttes gestrafft. Miteinem Wort : seyn täglich Leben/ undWandel wäre männigllch ein Spiegel/und Ebenbild Christlich/ und GOtt-seelig zuleben. Durch so grossen Eyftfer / und Sorg über seine Schäfflein /erlangte er grosses Lob/und wurdeweit berühmt bey inn-und- außländi-sehen Völckern. Aber der Menschen rjmLob/ und Zulauff verurfachcte/ daß er L,seyn Bischthum heimlich verliesse / be-gäbe sich in das rauhe Bäyerische Ge-bürgamAbernsee/ ohkiferrnvon Saltz-burg/ da er 5. Jahr unbekand m gros-ser Armuth auf dem Falconberg woh-nete/ ob man zwar hin / und wider wfBotten außgesand/ nach zu forschen /wo der Bischoff möchte hmkommensehn.
In gesagter Wildnuß erhielte sichSt. Wolffgang mit Wurtzen/und Kräu-tern / und da er auch an Wasser Ab-gang litte/ steckte er seyn Pilgerstab mein harten Felsen/ darauß ein schöneWasserquell/ so noch zu sehen/ ent-sprunge. Da der H. Wplffgang nichtkönnte wissen/ wo er in diser Wüsteein Betthäußlein hin bauen solle/wurftfe er sey Beyhel in die Lufft/ GOttbittent/ selbes dort nrder zulassen / woer wolle haben/ daß ihm ein Capell ge-bauet wurde. Da schwebte das Bey-hel in der Lufft herum / fande es lerst-lich hindersich in einem Felschen einge-hefft / da er solches doch für sich geworftfen hätte- An disem Orrh baute erselbst von steinen ein andächtige Caprll/welche noch heutiges Tags in Ehren ge-halten/ besucht / und mit vil Wunder-zeichen begabt wird. Bey diser Ca-pellen sitzet man in einem harten FelsenSt. Wolffgangs eingedruckte Bildnuß/welche solcher Weiß eingedruckt wor-den : Als einmahl er aus Mattigkeitstrengen Wachens / Abbruchs / undMangel halben an zeitlicher Nahrungentschlaffen / und etwas jpather erwa-chet bey Hellem Tag/ wolle er sich zuStraff seiner Faulkeit/ in ein hartenStein gemorsten haben/ da wiche außGöttlicher barmherhiger Ordnung derStein ) wurde 10 weich als Wachs <und hat ihn ohne Verletzung empfangen-Der leydige Feind setzte/ und stellettheimlich / und öffentlich dem heiligennach/ sonderlich einmahl fienge der bö-se Teuffei in den Bergen ein solchesgetummel an / als wolten beede Vetgzusamen fallen/ und den Heiligen be-decken : Aber dise/ und andere Trüb-salmehr/ wie auch grosse Armuth er-litte St. Wolffgang in die s. Jahr nUtGedult/ hätte darneben besondere geld-liche
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