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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von dem Gottscelkgen Amando/

wie solches in seinem Leben weitläufft- daß ich ein Thor/ und verwirrter Kopfsger bey dem Bruder Felix Schmrd / bin / und hat man wenig meiner acht/und bey dem Ehrwürdigen Vatter Lau- aber mein Gesell ist ein gelehrter / undrentio Surio Carthäuser zulesen / am weiser Mann / und dem hat unser Orden26. Capitel. Als nun der S. Vatter Gifftsackiein in die Brünnen zuwerffenSuso Creutz / und Leyden seinrr anbefohlen / von hinnen biß in das El»Schwester halben ausgestanden / und saß hinab / und ist auf der Straß/fe-ste als das verlohren Schaaff in dem H. het zu / daß ihr ihn bald ergreiffen kon-Evangelio widerum gesunden hatte/be- nen/ oder er stifftet dises Übel / undwegte er alle umstehende Menschen zu grossen Mord an. Zu dem hat er auchdem Mitleyden/und weinen/ darnach schon ein Sacklem in euer» Bronnenname er sie mrt grosser Scham / Schand geworffen / daß alle so daraus trinckenund Arbeit / und führte sie in ein an- werden/ sterben müssen / darum hab ichders Kloster / darinnen man anda'chti- nit wollen / mit ihme hinaus gehen zuger / und auferbaulicher lebte / und der Bronnstuben. Da nun das wildewurde hernach ihr Andacht / und Eys- Volck daß von dem Leybruder hörte /fer so groß gegen GOtt/und ihr Man- st ngcn sie an zutoben / ihre Wehr inder so beständig in Tugenden biß an ih- die Hand zunemmen / Spieß/ Mordax/ren Todt / daß er nicht allein al- und andere fachen zuergreissen/ laustenles Leyd vergessen / sonder auch sich durch die Häuser / und Oerter da siehöchlich darab erfreuet hatte / und ge- den S. Varrer Susonem vermein-dachr an GOttes verborgne Urtheil / ten zufinven / stachen durch die Be-wie geschickt / und weißlich er könnte ther / Heu 1 und Stroh mit blossendem Gerechten alle Ding zu gutem Wehren / und vermeinten ihn zuertap-schlckui. pen / aber man fande auch fromme

keuch / die deß S. Valters SusonisAls nun auf ein Zeit der S. Vat- Unschuld verjpracken/ und sein Frömm-ler Suso über Feld reisen müßte/ wur- keil / und fertiges Lebendem wüthen-de ihm ein Leyenbruder zu einem Ge- den Volck offenbahrten / dardurch derfährten mitgegeben / so indem Haupt Tumult / und Aufflauff gestittet wur-verrnckt war / den nähme er zwar um de / dieweil sie ihn nicht könnten fin-gern / wegen seinen ungeschickten Re- den. Letstlich nahmen sie den Ley-den / und Thaten / aber aus gehorsar cnbruder / und führten ihn zu demme überwände er sich selbst / und name Vogt/ der ihne m bieGefängnuß lies-ihn mit sich. N un kamen sie beyde vor se legen. Bald darnach käme der S.Mittag in ein Dorff / in welchem ein Vatter Amändus in das Dorff/ undIahrmarckc wäre / und vil Volck vcr- wüßte nichts von dem obbeschribnenHanden. Der Leyenbruder war Naß Aufflauff / und wie ihn der Leyenbru-worden von dem Regen/ gienge mein der verschreyet hatte/ wolle dasMit-Hauß zum Feur / und möchte der S. tagmahl in der Herberg einnemmen /Vatter Suso den Schalck nicktweiters verhofent allda seinen Leyenbruder zu-mit ihme bringen / solider sprach : hüt- finden/ als er aber vername das er ge-te er etwas anderstwo zuverrichten / fangen wäre / gienge er zu dem Vogt/möchte er es ohn ihn wohl thun / dann und begehrte/ daß er den Leyenbruderer Visen Tag allda wolle ausrasten, ledig machen wolle. Dner Eyffec

brachte dem S. Vatter Sufoni eingrosses Creutz / und Leyden/ danner um Vesper-Zeit von dem Vogt deßFleckens mit feinem Leyenbruder gien-

So bald nun der Diener der ewigenWelßhcit aus dem Hauß sein Geschafftzuveruchken gegangen / setzte sich derLeybruder zu einem unnützen Bürschlein/und Saufferenan ernen Tisch/ die dem ge/ war er under dem Volck verrathen/Leybruder also zusprachen m't trincken/ daß er der wäre/ so Gisst in die Brön-biß sie rhn voller Weins gemacht hät- neu wurste. Es schreye aber man-ten / under andern käme er von dem nigllch über ihn / als über einenTisch under die Haußthür / da würd der/daß erflücht ohn Gefahr seines Ls-er von etlichen angetastet / als wann er bens in daß Dorffgehen dörffte.ihnen häkle einen Käß gestohlen/ bald theil treuerem ihm/ daß sie ihn wolle»daraufkamen fünssandere starcke/ und in dem Rhein erträncken / sprechend

wäre er eil' / singen kyn / sagten/ iuiv ivomn vrn w-'v-

Utid würd ein groß Getümmel / daß wicht verbrennen/ aufdaßerdas W»llwännigllch zulieffe. Der Leybruder ssr nicht alles vergifften könne.begehrte man,ölte ihn sich lassen verant- lich käme ein voller / und ungeheurerwerten / so wolre er tue Warheit be- Baur in einem garstigen Schoppr»kennen/ und sprach: Ihr mercket wohl mit einem Spieß/ Und schrye mit W

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