Beichtiger/ und Prediger-Ordens. 30 j
ler stimm : Wir können disem Ketzerkeinen bessern Todt anthun/ dann daßich Visen langen Spieß mitten durch instoß/ und an disem Qrth an dem Spießin der höhe aufgesteckt lasse verfaulen/andern zu einem Exempel; solche/ unddergleichen Scheltwort müßte der Die-ner der Weißheit bis m die finstereNacht / bis das Volck entlieste/ mitweynenden Augen hören / und wann erein Herberg begehrte /wolte/ und börs-te ihn Niemand aus forcht des Volcks/auffnemmen. Also läge er voller Angst/Kummers / und weynens bey einemZaun/ und wüßte nicht alle Augenblick/welches Todrs er sterben müßre. End-lich in der Nacht käme ein Priester mitGewalt / und entledigte den unschuldi-gen Vatter aus den Händen seinerFeinden/ führte ihn in sein Hauß/undbehielte ihn über die Nacht / Morgensaber begleitete er thu aus dem Dorff/und liesse ihn in dem Fnden hinziehen.Einsmahls als er aus Niderland demRhein nach mit einem jungen Leyen-bruder der wohl möchre gehen/ herauffzöge / und eines Tags unser S. Vat-ter aus leiblicher Schwach-und Müh-dlgkert ihme nicht folgen könnte / gien-tze ihme sein Mitbruder vor ein halbeMerl Weegs / der S. Mann aber kämean dem Abend zu einem erschröcklichen/und grossen Wald/ der sorglich durchzu wandern wäre/ dann vil Menschendarinnen ermördt wurden / sahe sich umbb Niemands käme der sein Gleitsmakrdurch den Wald wäre/ da ersähe er einMann / und Weib nach ihme kommen /deren er mit Freuden erwartete. Alssie aber zu ihm kamen / sahe er/ daßder Mann ein greuliches Gesicht / undGestalt hatte / und einem bösen Mör-der ähnlich wäre / einen Spieß in derHand / und ein langes Messer an derSeiten trüge ; das Weib war jung /schön / und könnt wohl reden. Ab Vi-sen Geleytöleuten erschracke der S.Vatter Suso übel/ dann er sahe keinenandern Menschen weder vor/ noch hin-dcr ihme / dessen er sich trösten möchteEr befähle sich G-Ott/ und machte einCreutz über sein Hertz sprechend : Wasseynd das für Menschen? wie wird es mirheur ergehen ? da sie nun in den Waldmit einander kamen/ gienge die FrauLu dem S. Vatter/ und fragte wer erwäre / und wie er hiesse: daß bekandteer freywlllig. Sie sprach lieber Herrrch kenne euch von Nahmens wegenwohl / jch bitte euch ihr wollet meinBeicht anhören : daß thäte ver S. Vat-ter gern , hernach bekannte sie ihme/daß dlser Mann ein rechter böser Mör-der wäre / und vil grosse Mörd in di-sem Wald begangen hätte / sie auch be-
trogen /ihren Freunden entführet/undzu einem Eheweib genommen Abdisen Worten erschracke der S. VatterSuso noch mehr / dieweil er Niemandum sich wüßte / noch sahe / und ausSchwachheit des Leibs nicht entfliehenkönnte / und sprach zu GOrt: Ach l oHerr wie wird es mir heut ergehen ?wie ist der Todt so nahe bey mir ? Alsnun die Frau ihr Beicht vollendet hat-te / gienge sie widerhin sich zu dem Mör-der/ und hatte ihn/ daß er wolte demS. Vatter beichten: dann spräche steinmeinem Vatterland hat man einen sosteiffen Glauben zu disem GotrseeltgenVatter / daß wär ihm beichtet / wiegrosser Sünder er auch wäre/ an seinemletsten Cnd bey GOrt Gnad kökie fin-den / darum folge meinen Worten /beichte deine Sünden/ damit dich G Ottin deinem lersten Sterbstündlein auchbegnaden möchte: Det Mörder fol-tzete den Worten seiner Frauen / undgienge mit seinem Spieß / und scharpf-fen Messer an seiner Seiten zu demDiener der ewigen Weißheit zu beich-ten / welches als der S. Vatter erse-hen ( dann er nichte wüßte was sie bey-de heimlich miteinander geredr hatten)erschracke er sehr / und gedachte: Jetztbist du deß Todts eygen. Under di-sem waren sie in dem Wald an einensolchen Platz kommen / daß der Rheinneben dem Wald hmdb ließe / und gieri-ge der schmale Fuß - Weeg an deßRhems Gestav hm. Es liesse aberder Mörder den S. Vatter Amandumhart an dem Rhein gehen / er giengeihm an der feiten gegen dem Wald /fienge an zubeichten / und erzehlete imalle seine greuliche Todtschläg sonder-lich daß er auf ein Zeit auch eben andisem Orth/ dasie jetzt giengen/ einemehrbärlichen Priester begegnete/ dcmeer auch gebeichtet / und nach gegebnerAbsolution/hab er das Messer aufgezo-gen so an seiner feiten hrenge / solchesdurch ihn gestochen / und ihn über dasGestad in dem Rhein hinab geworffen.Dise Reden/ und Gebärden deß Mör-ders erschreckten den S. Vatter Su-sonem/ daß der kalte Todtschweiß ih-me über den Leid herab liesse; dann ersahe das Messer an deß Mörders fei-ten/ mit welchem er ihn wurde durch-stechen/ und den Rhein/ sein zukünff-tiges Grab/ harte er auch vor Augen.Da nun der fromme Vatrer Amandusvor grossem schrecken wolte zu bodensinckeN/ vermerckle es deß MördersWeib / tratte hinzu / labere / und stärck-te ihn sprechend: Frommer Herr/ ihrsoll euch Nicht förchten / er wird euchnichts thun / desgleichen sagte auch derMörder: Herr ich hab vil gurs vonP p 3 euch