BeiPtkger/ und Prediger-Ordens. zö?
Tisch nach seiner Gewohnheit stillschwei-Zen fasse/ verlachten die andere kranckeBrüder ihn / und hielten ihn für einenThoren/daß thäte ihme nun wehe/ undbekümmerte sich oft so heftig darüber /daß ihm oft die heißen Lraher herabin dieSpeiß fielen/und dieselbigen samtder Speiß in seinen Mund name; Erftufftzete offt zu Gott / und sprach in sei-nem Hertzen: Ach G-Vtt! wann hastdu mir genug Creutz / und Leyden ge-schickt / soll ich dann auch nicht meinSpeiß ob dem Tisch mit Lust/ und Freu-den gemessen 7 Einsmahls als er mitBetrübnuß von dem Tisch aufstunde/ damöcht er sich nicht mehr enthalten / kä-me in sein heimliches örthlein / und sprä-che : Ach GQtt/ und HerrdiserWell!ich bitte dich daß du dich über mich er-barmest/ dann ich muß heut mit direin Rechnung anstellen / dessen kan ichMich nicht enthalten; und wiewohl duniemand etwas schuldig bist / wegen dei-ner grossen Majestät/ und Herrlichkeit/so bitte ich dich daß du mein volles Hertzanhören wollest mit bir zureden/ dannes niemand hat deine es dörffte klagen/oder der es tröste. Herr mit dir bezeu-ge ich / der du alle Ding weist / daßich von Mutter-Leib hero allezeit einmilres/ und barmhertzigesHertz/ undGemüth hab gehabt/sahe ich einen Men-schen der betrübt war / mit dem hatte ichhertzliches Mitleyden : zu keinerSach redte ich daß böst/ möcht ich esNicht verbesseren / so schweige ich dar--U/ Und gieng darvon/ damit ich nichtübel nachreden müßte. Der Armen/und Elenden Vatter war ich genannt/Und niemand käme zu mir / der nichtEinen guten Rath bey mir fande / undwohl getrost von Mir gienge. Ich ver-rihe denen die mich beleydigten / austzantzem Hertzen/Und lachendem Mund/Pls wann mir nichts wäre von ihnen ü-vels widerfahrett / und du aber 0HErr gestattest etlichen/ von denen derH. Apostel sagt: daß sie falsche Brü-ber seyen / daß sie. gegen Mir mit sötzrvffer Grimmigkeit handle» solten/ alsdu O HErr wohl weist / und dir df-ftnbahr genUg ist. Da nun der traurig^Vatter SUso sein Hertz mit GOttEin gute weil rrkühlet hätte fienge er«n zuruhen / Und hörte in ihme einsolche Snmm: Dein Kindische Rech-nung / und Klagreden / die du gegenwir deinem GOtt hast gethan/ kommtblr aus Mangel der Betrachtungendeß Leydens / und Worten JE^UEhrlstt / darum solt du wissen / daßGOtt nicht allein von dir begehrt eingütiges / und miltreiches Hertz / son-der will von dir auch haben / daß wanndich jemand mit bö,en Worten «mä-
stet / und schiltet / daß du baß nit al-lein gedulrig leydeft / sonder must dichauch selber überwinden/solche umNer-zeyhung zubllten / und ihr unruhigesHertz so vü dir möglich / mit demüchi-gen Worten stillen. Daß ist der alte/rechte / und vollkommene Weeg / denChristus seine Jünger selbst gelehrthat / da er sprach : Ich sende euch alsSchäfflein under die Wölff. Da nunder S- Varter Suso wlderum zu ihmsechsten kommen war/ vermeinte er daßdiser vollkommene Weeg über die Mas-sen schwer wäre zuberrachten / abernoch schwerer zuvollbringen / doch g<vbe er fernen Willen darein / und bemri-etc sich Visen Weeg zulehrnen. ESegabe sich zu einer Zeit daße.inLeyen-bruder den S. Vatrer mit trutzig"n /und groben Worten schändete/ der Vat-ter aber wolle solches mit Worten nichteyfferen / sonder schwige gedultiglichdarzu / inwendig aber vermerckre eewohl / daß er gerriben wurde / rhne denBruder umVerzeyhung zubetten/der-halben gienge der fromme Vatrer Su-so iu Abends für die Ärancken-Stuben-thur / deß Bruders allda zuerwarten /biß er heraus käme / so bald er saheden Bruder herzu nahen / fiele der S.Vatter auf seine Ä'nye/ und spräche mitgrosser Demuth: Mein lieber / undtu-genrhaffrer Vatter ehrent GSttan miearmen / und habe ich euch betrübt si»verzeyhen mir es / durch GOttes wil-len. Der Leyenbruder erschracke abdiser grossen Demuth / und sprach: Wa-rst discs für ein Wunder Vatter ? ichhab euch beleydigtt mit meinen schalck-hassten Worten / ihr sollen mir es vilMehr vergeben / daß ich euch bitte /und also seynd beyde Hertzen gestillerworden / und zur ruhe kommen. ESfasse auf ein Zeit über Tisch in demGasthauß der S. Vatter Suso / da be-trübte ihn ein anderer Bruder mitspottend unhöflichen Worten / aber derVatter Suso kehrte sich mit lieblichem/und lachendem Mund gegen ihme, alsöb er ihm ein Krnderbahre Gutthat hät-te bewisen / da daß der Bruder sahe /wurde er schamroth / und schwige; sa-he ihn auch gütiglich hingegen an / unddardurch ist diser Bruder auftrbauetworden / der Bruder aber hat es her-nach mehrern Persohnen zu einem Ecxempel gcoffetibahek
In Beschreibung heß S. VatterSusonis Leben / an dem 32. Capitel/melden die Ehrwürdige / und Geistli-che HerrenP. Felix Schmw Prediger-Ordens/ und P. Laurentms SuriuSCarlhäuftr in ihren teutschen / und la-teinischen Büchern/ wie er in dl? Tods-
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