374 Von dem stetigen Bruder (Saufen /
gen KleydS / oder Rocks / einfältig te ein männliche Stimm / undbiß auf die Fersen / das Haupt / und langsame Red.
die Füß hielt er allwegen bloß/ er hat-
Etliche Miracul / welche nach des Secli-
ligcn Bruder Clausen Abscheiden / und Todt geschehen.
Cap. 20.
hochwürdige Herr Venedi-cttts von Monteferrato Bischestzu Losanna / hätte ein langeZeit ein sehr bösen/und presthaff-ten Schenckel / der gestalt / daß er vorgrossen Schmertzen weder reiten noch ge-hen möchte. Als demnach alle Docto-res / und Artzet an ihme verzagten /verhieße er sich / auf etlicher seinerFreunden Rath / zu deß S. B. Clau-sen Grab / darauf von Stund an seinWeherhum gemiltert / inmassen daß erohn Verzug aufgesessen/ und ringlich genSachslen geritten ist. So bald er nun indie Kirchen zu B. Clausen Grab komen/ist er urplötzlich von aller Kranckheiterlediget / und gantz frisch / und gesundworden / daß er mit Freuden auf seineFriß gestanden / ohn allen Mangel /und Verhindernuß widernm wandle« /und gehen können. Derowegen GOtt/und den B. Clausen höchlich gelobt /und geprysen.
2. Herr Berthold Feer Pfarrherrzu Einsidlen/ hätte den reissenden Steinoder Grieß so hart / und schwerlich /daß er davon vierzehen Wochen tödtlichzu Beth gelegen / der rufst auch in sei-nen Nöthen B. Clausen um Fürbitt an/und versprach sich zu seinem Grab. Als-bald ist das Grieß samt dem Stein sicht-bahrlich mit grosser Verwunderung / vi-ler Menschen von ihme gangen / daraufer gantzlichgenäsen/ und seinversproch-ne Fahrt mit frolocken verrichtet.
z. Nicolaus von EinwyleinUnder-waldner / war 5. Tag stockblind ( auswas Ursach ist nicht verzeichnet ) warVerwegen von den Nachbauren zu B.Clausen Grab / und nach vollendtemGebett / von dannen Blind widerumheim zu Hauß geführt. In der nechst-folgenden Nacht hörte er ein Stimmdie hieß ihn aufstehen / und ihr nach-folgen. Alsbald stunde er auf/ undempfand daß er sein Gesicht vil besser /und klarer widerum hätte / dann je zu-vor.
4. Elisabeth Clerin von Nürnberghat ihr weibliche Kranckheit vierzehenJahr an einander / darab sie so schwachworden/ daß sie kaum auf allen vierenkriechen möchte. Demnach sie aber vil
von dem Bruder Clausen gehört / ver-hieße sie sich zu seinem Grab. Daraufihr Sach so gut worden / daß sie dahinkam / und gantz gesund/ und fröhlich'von dannenscheidete.
5. Johannes Schneider von Eystät-ten hat 5. gantzer Jahr den Schwindelin dem Haupt / also daß er auf ebnerStrassen darnider fiele / welches ihnmercklich beschwerte / dieweil ihm auchniemand darvon helffen könnte. Letst-lich als er sich zu deß B. Clausen Grabverhiesse / und die Fahrt mit Andachtverrichtet/ wurde er gesund.
6. Margareth Korbergin von Hey-delberg / lag acht gantzer Monat zu Bethan einem bösen Schenckel / der auchgantz schwartz/ und so hitzig war / daßso man Wasser darauf tropffen ließ/ein Dampff darvon gierig/ und wieauf einem heissen Eysen verzehrtward / der Ursachen sie von allen Artz,ten verlassen / suchte Hilff bey unsern,S. Br. Clausen/ und als sie sich zu sei,nem Grab verheissen / stunde sie aufvon ihrer Kranckheit / würd gesund /und käme gen Sachslen / rühmet / undlobte höchlich die Wunder GOttes.
7. Petrus im Saalvon Wallr'S war.vergifft worden in Franckreich / daraufer gahling nidergesallen / und solcherMassen aufgeschwollen / daß ihme seinWammeS under beyden Achslen zer-sprungen. In diser Noth schreyte erzu GOtt / und dem seeligen BruderClausen/ von stund an brach der Wustvon ihme an neun Orthen / als zu demMund/ Nasen/Augen/ Öhren/Na-bel / und Gemächten / also daß er ge-näse/ und gäntzlich glaubte GOtt habeihn durch Fürbltt deß B. Clausen mitGewalt errettet / dann sonstest hätte ergewißlich sterben müssen.
■8. Conrad Scheuber von Glarusist von einem Augstmonat zu dem an-dern in grosser / und schwerer Kranck-heit gelegen / daß er weder Tag nochNacht keine ruhe noch rast befunden /und ferne Augen / und Mund vor schrey-en/ und klagen nimmer zugethan /undda er also jämmerlich / und elendiglichein gantzes Jahr gelegen / «nd ihme
von