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rum der schönsten Einfalt ganz nahekömmt. —
Wer wird so eine Jugend, die mitdiesen Annehmlichkeiten erscheint, nichtlieben können? wenn schon nur diese keu-sche Eingezogenheit allein auch die ein-zige Tugend des jungen Alters wäre;weil ja auch dieselbe allein über alles üb-rige einen so anmuthvollen Reitz aus-streuet , der von allen rechtschaffenenHerzen mit einer süßen Gewalt sich denBeyfall erzwingt.
So eine äußerliche Sittsamkeit wareinstens schon erklecklich, daß die Hey-den, da sie den heiligen Märtyrer Ltt-cianus auch nur ansahen, sich bekehr-ten ; und selbst der Tyrann Maximi-nus weigerte sich den Lucianus zusehen, weil er besorgte, die heiligen Ge-berden eines so sittsamen Mannes möch-ten bey ihm» auch wider seinen Willeneine Liebe und Hochachtung gegen dasChristenthum rege machen. Nun, wieviel mehr wird eben diese Tugend diesesvermögen, wenn sie auch über das mit