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der reißenden Unschuld des junqen Al-ters vereiniget, in so einem edlen Tu-gendschmucke sich unsern Augen vor-zeiget? —
Wir werden aber den keuschen Jüng-ling nicht minder tugendhaft sehen, wenner zu Hause alleinig ist, als wenn erbey andern wäre; den er ist eine reineTaube, die von verdächtigen Gesell-schaften , und von allem, was böse ist,allezeit, wie vor dem Aas und vor denRaben flieht.
Eine edle SchamhaftigkeiL ist, wieDiogenes der Weltweise sagt, alle-mal und überall das Kolorit senierTugend : und seine unsterbliche «eeleist zu erhaben; sie ist ihm zu gut dazu ,als daß er sie durch die Niederträchtig-keit einer fleischlichen Liebe jemals ent-ehren sollte. Er hasset den Müssig-gang, als den offenbaren Feind derReinigkeit, wofür sein Herz nur alle-zeit dre unverdrossenste Wache hält.Unmäßigkeit und Schwälgerey sind fer-ne von ihm , dergestalt, daß er auch