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Die Keuschheit machet junge Leu-te auch den Helden gleich.
eAie Keuschheittugend bärste von ih-^ rem Werth vieles verlieren, wenn1 sie nur schön, nur eine hübsche Zierde,^ und nicht zugleich für das junge Alterauch eben so rühmlich wäre. Vor allemI aber würde es höchst ungereimt lassen,! wenn Jemand so eine her.lich schöneTugend nur als eine gewissensängstigeFurchtsamkeit, oder gar für eine bäum\ sche Schamhaftigkeit ansehen wollte ;-welchesletstere niemals die Wirkung ei-ner Tugend, sondern nur die elendeFolge einer übelgerathenen Erziehungseyn mag. Nein, die edle Keuschheit> ist von einer scheinheiligen Schwachheit,und von einer so schwachen Niederträch-tigkeit allezeit sehr weit entfernet. Sieist es vielmehr, die auch dem, der inder Welt zu leben weis, auch dem ge-standnen Manne, auch dem tapferstenSoldaten sehr wohl ansteht, und zurhöchsten Ehre gereichet; weil sie jene
M. @. die Zierde rc. B
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