28
Unter den christlichen Helden verdie-net unstreitig der berüchtigtePrinz Eu-genins einen vorzüglichen Platz. Die-ser Heersführer war in den Gefahreneben so unerschrocken als glücklich; undseine schönen Tugenden waren gemeinig-lich eben so christlich als soldatisch. Siehakten die Klugheit zur Führerinn,unv den Großmuth nebst der Hoheitder Seele zur Begleiterinn. Nun a-ber, wer dessen Lebensgefchichte mit ei-nem unpartheyifchcn Auge lißt, derwird finden, daß dieser weltberühmteObsieger, nach seinem eigenen Gestand-niß niemals geworden wäre, was erwirklich war, wenn er nicht eben sokeusch als tapfer gewesen wäre. Erwollte sogar sich nie verheurathen; weiler sein edles Soldatenherz für zu guthielt, als daß es dem Wollüste jemalssollte zu Theil werden. Er pflegte zusagen: „ die Verliebten sind in„ der bürgerlichen Gesellschaft„ eben das, was die Gchwar-„ mer in der Religion sind; das„ ist, brausende Röpft. " —
So