III
keuschen nicht selten gewaltig verdun-keln, oder doch verwirren, dergestalt,daß dieser zuweilen auch durch die gründ-lichsten und klarsten Wahrheiten wederüberzeuget, noch gerühret wird: so istin solchen Umständen anfänglich schierkein anderes Mittel übrig, als nur eindemüthiger Glaub, wodurch man wi-der seine eigene verkehrte Einbildungs-kraft ohne vorwitziges, und allezeithöchstschädliches Nachsinnen sich sogleichwider sich selbsten nur für jene Wahr-heiten erkläret, die das Evangelium,und die gesunde Vernunft dem Lasterentgegen stellet; und überhaupt für ge-wiß hält: Daß es weit besser undweit glückseliger sey vom Wol-lüste , und von finnlichen Gelü-sten sich enthalten, als solche ge-nießen. (*) — Der
Herzens, eines verblendeten Verstandes ist es.Es ist eine neue Probe dessen, was ich schon zu-vor von den Unkemchen erwiesen habe; und werunter den Christen so unverschämt redet; wer soviehisch denket, der verdienet die Ehre nicht einerweillauftigeren Wiederlegung —
(*, Beatior autcm erit , si sie permanserit se*cundum meum Consilium. I Cer. 7,
JBcati lmindo corde. Matt, 5 . 8.