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Die Zierde der Jugend / von Matthias Schönberg, der Gesellschaft Jesu
Seite
112
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II 2

Der unkeusche muß dieses nur glau-ben ; weil er es anfänglich weder be-greifen , noch, ohne beständigen Wider-spruch seiner sündhaften Phantast^es klar genug erkennen wird, bis end-lich sein Verstand, den die Wollust mitfalschen Vorstellungen immer täuschet,durch die öftere Uebung der Tugendsich nach und nach aufkläret, und wie-derum einfindet.

Die Heyden, welche gegen die Wahr-heit annoch blinde sind: Die Witzlinge,welche über die Glaubenswahrheiten sogroßsprechend vernünfteln, und die Umkeuschen, die von ihrer Begierlichkeit sichso elend betäuben lassen, alle diese ge-hören dießfalls, so zu reden, in dasnämliche Fach ; denn auf alle diese pas-set ganz genau das nämliche, was Chri-stus saget: daß eine vollkommene Un-terwerfung des Verstandes, und ein de-müthiger Glaub wider den eigenen Dün-kel für die Seligkeit dieser Leute daserste und nothwendigste Mittel sey." wer nicht glaubet, der wird gewiß zu Grunde ge-ben,