ii 6
einer befundnen Nachlässigkeit in Aus- h
schlagung wollüstiger Gedanken; oder f
wegen eines unanständigen Vorwitzes d
seiner äußerlichen Sinne; oder sonstwegen einiger Frechheit rc. die der Rei-nigkeitstugend nachtheilig seyn möchte, „
sich selbst etwas weniges entzieht, oder ,
zu entziehen vornimmt, entweder von ,
seinen gewöhnlichen Ergötzlichsten, t
vom Trunke, von der Speise, oder in ,1
einer andern Bequemlichkeit rc. ,
Keuschheit liebende Seelen pflegenauch nach der Zahl, und nach der Grö-ße der begangenen Fehler ihrem Leibemit etwelchen streichen, bescheidener ,
Weise, .einen Schmerzen anzuthun. ,
Sie schärfen diese Bestrafung, wie bey ,
einer Medicin, da man eine doppelte ,
Dosis nimmt, wenn eine geringere dieerwünschte Wirkung nicht thut.
i
Der Schmerz, den sie Hiebey empfin- »den, machet ihnen von dem ewigen We- ,he» mit welchem der Leib des Wollu- ,stes wegen in der Hölle gepeiniget wird, ,einen weit lebhaftern Begriff, als einenur in Gedanken sich lang darüber auf-hat-