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Feyerlichkeit des in dem fürstlichen Stift St.Blasien auf dem Schwarzwald eingeweihten neuen Tempels
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IX
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allerhöchste Majestät unsers Monarchen gnädigst anzuord-nen geruhet.

Da man nun den mächtigen Schuß/ und den reichli-chen Segen des Himmels in Erwegung gezogen/ der überSt. Blasien schon seit tausend/ und mehrere/ Jahre berabfloß;so sah es Msiktttl unser würdigste Vorsteher für eine theuer-ste Pflicht allerdings an/ dieser Feyerlichkeit ganze acht Ta-ge/ und an jedem derselben dem Allerhöchsten die seyerlichstenLob-und Dankopser zu weiden. In dieser Rücksicht nahmman noch bey guter Zeit den ersten Bedacht darauf/ die nö-thigen Ehrenredner aus eben den Stiftern und Gotteshäu-sern zu wählen / die mit St. Blasien von jeher in einem en-gem Bindniß gestanden / entweders weil sie von daher ganzeKolonien/ oder würdige Vorsteher hergeholt hatten.

Hier ward die angenehme Erinnerung an den seligenEhrenftied eben zur rechten Zeit rege. Dieser würdigeNachfolger des H. PittMNiUs an der uralten Abtey zuReichenau / nachmals aber ein preiswürdigster Bischof zuKonstanz warf seine väterlichen Blicke über unsere ersten Vor-sahrer herab. Er lehrte sie eben die Regel beobachten / dieer als ein würdigster Schüler des heiligen Benedikts dort zuReichenau in einer so berufenen Pflanzschule großer und heili-ger Männer zum Grunde seiner Tugend und Heiligkeit vor-hin gelegt hatte. Er schrieb unter andern auch eine Kronikvon St. Blasien/ die uns aber der Unfall der Zeit entrissen/

B so