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Feyerlichkeit des in dem fürstlichen Stift St.Blasien auf dem Schwarzwald eingeweihten neuen Tempels
Seite
XIII
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Cavaliers eintrafen/ von unserm gnädigsten Fürsten auf daszärtlichste umarmet/ und von da nach St. Blasien beglei-tet wurden.

Die ganze St. blasianifche Klerisey nebst den hiesi-gen Hrn. Beamten und Bedienten erwarteten ihren hoch-würdigsten Oberbirten mit heißester Sehnsucht bey demmittlerm Thor des hiesigen Stiftes/ wo höchst Selbigegleich nach 12 Uhr während einem harmonischen Glocken-schall zum allgemeinen Vergnügen höchst beglückt anlangten.Die Klerisey begleitete Ihren theuersten Vater unter Anstim-mung des Lobgesanges : Bestedictus Dominus* bis zum Por-tal der neuen Kirche in geziemender Ordnung , die der Kon-ventfahne angeführt hatte. Da stimmte man die Antison:Ecce sacerdos magnus» a falle» Bördonö alt , welche unsergnädigste Fürst und Abt auf diesen feyerlichen Anlaß selbstaufgefitzt hatten, wozu die Orgel, die Trompeten und Po-saunen samt einigen harmonischen Glocken wechselweise mit-spielten. Hierauf/ als die gewöhnlichen Kirchengebethe nebstden übrigen Ceremonien nach der Vorschrift des römischenPontisikals geendiget waren, bestieg dieser hohe Priester dieoberste Treppe des Lhoraltars, und ertheilte allen Anwe-senden den Bischöflichen Segen. Von da erhoben sich höchstSelbige unter eben besagter Begleitung in das für höchst De-ro Person bereitete Quartier nach Hof, wo höchst Selbigedas Mittagmahl einzunehmen geruheten.

Sonn-