Ein Dmkmaal der Wunder m seiner immer größe-ren Verherrlichung.
Du hast deine ansehnliche Gerechtigkeit eben so vielfältig gezei-get, als meine Herrlichkeit vermehret. Der zweyte Theil.
Da wir aber die Wunder dieser erstaunungswürdigen Er-haltung , und immer größeren Verherrlichung, von Dankbarkeitinnigst gerühret, betrachten, wollen wir uns auch von jenem Gei-ste beseelen lassen, den diese aufmerksame Betrachtung in uns erwe-cken wird: Sie wird in uns ausnehmend den Glauben vermeh-ren, die Hofnung steifen, und die Liebe Gottes anzünden. —
Heiliger Gott! der du alles weist, das innerste des Men-schen durchforschest, und die einzige wahre, ewige Quelle des gu-ten bist, leite meine Gedanken! starker Gott! auf dessen Blick dieErde zittert, auf dessen berühren die Berge rauchen, ( ?) gieb mei-nen Worten Kraft, damit ich würdig deine wunderliche Wohltha-ten verkünden, und dadurch Glauben, Hofnung, und Liebe star-ken möge.
Erster Theil.
Das fürstliche Reichsstift. St Blaften ein Denkmaal der Wun-der des Herrn in seiner erstaunenswürdigen Erhaltung:
NAe viele, und üble Trangsalen liessest du mir begegnen?du hast mich aber von neuen; belebet.
Aein sterblicher lebte jemals, der nicht ein Augenzeug geworden,daß alles dem Schicksale der Abwechslung unterworfen sey,daß, was ewige Dauer versprochen, wie der gestrige Tag vor-übergegangen , daß eben jene Augen, aus welchen Freude, undVergnügen in der ersten Stunde funkelten, in der andern schon inbittern Thränen versenkt gelegen. — Bedenken wir uns die we-nige Tage unsers Lebens, wir werden bereits tägliche Beyspiele
fin-
( g ) 103. Ps, 32 •