! ganz neues St. Blasien : du hast mich von neuem belebet, undmich wieder aus dem Abgrunde der Erde heraus geführt! (*) Se-het Hochansehnliche! eben auf diesem Schütte stehen wir itzt, indem St. Blasien so oft begraben war, aus welchem es aber derbarmherzige, und gutthätige Gott aufs neue erwecket, und bele-bet. Freylich würden schwache Menschen aus dieser engen, undlangen Kette der Trangsalen sich so leicht nicht losgerissen haben,sie würden ganz gewiß unter dem harten Laste unterlegen seyn; dochGott, der alles nach seiner Weisheit anzuordnen weis, erhieltdas geliebte Stift so wunderlicher Weise, daß seine Erhaltungwahrhaftig erstaunenswürdig ist.
Er, der vorsichtigste Gott gab ihm bey jeden unglücklichenZeiten Vorsteher, die er mit Geiste erfüllet, und mit Weisheit> begäbet. Der Abt Peter der erste, obwohl er nur durch 14.Jahre vorstund, ersetzte in diesem engen Zeiträume mit der Hil-fe Gottes, den ganzen Schaden des ersten Brandes. Beson- >ders wunderlich ist in diesen Umstanden seine so reiche Sammlungnothwendig-und nützlicher Bücher. Nach der Aufruhr warAbt Gall so glücklich, daß er in kurzer Zeit alles wieder in denalten Stand gebracht, Ruhe, und Friede bestätiget, seine Rech-te erhalten, und seine Religiösen in das neue Gotteshaus zu neu-em Lobe Gottes eingeführet; auch die hitzigen Glaubensgegnerkonnten mit all ihrer Raserey dem Stifte keinen Streich beybrin-z gen; Kaspar der erste wußte ihnen geschickt auszuweichen, er hoff-te auf den Herrn, und ja, fein Gott verließ ihn nicht; Er, unddie Seinigen wurden von heiligem Muth, und Tapferkeit entzün-det , für den Glauben zu kämpfen; ihre Lehre war gründlich, undeindringend, ihre Worte ernsthaft, und so scharf, daß diese Glau-I bensfeinde verwundet aus dem Schlachtfelde sich zurück ziehen ,und das ganze Land der obsiegenden Wahrheit überlassen mußten.
Nach der jchwedischen Verheerung segnete der gütige Him-mel Land, und Güter so reichlich, daß aller Jammer bald ver-
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