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Feyerlichkeit des in dem fürstlichen Stift St.Blasien auf dem Schwarzwald eingeweihten neuen Tempels
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andern die Welt mit den nützlichsten Werken beschenket; eine Be-obachtung der geringsten Pflichten, welche die lebhafteste Ueberzeu-gung voraussetzet, daß ohne sie auch die wichtigsten bald über-treten seyn würben. Das Lob Gottes wird so abgesungen, daßdaS Herz mit dem Munde leicht übereinstimmen kann; weil mansich hier schon seit mehreren Jahren des neuen, vernünftig, und, erbaulicher eingerichteten Breviers bedienet, das statt ungewisser Le-genden , mishandelter Schriftstellen, und fader Lobgesänge nurmit dem Geist der ersten Kirche, und des wahren Khristenthumesangefüllet, der in diesem Gebethbuche concentrirt ist. Giebt es ja,wie in dem schönsten Garten doch immer auch Unkraut aufkeimet,kleine Fehler, so sind auch diese nicht ohne Nutzen, weil, indemsie väterlich geahndet, und gehorsam verbessert werden, andere vonUebertretungen der Gesetze abgeschrecket, und zur genauen Be-obachtung der Klosterzucht gereitzet werden.

Doch von diesem allen mag man sich durch den Augen-schein überzeugen. Meine Sache ist es nur darzuthun, wiesehr in diesem Stifte seit seiner ersten Gründung die Klosterzuchtallezeit geblühet habe. Die Brüder zur Albe dieß war derName, den vor Zeiten die Einwohner dieses Klosters führten,mußten bereits zu Ende des achten Jahrhundertes in dieser Ge-gend wohnen. Sie wurden hierauf mit dem Kloster Nheinauvereiniget, endlich aber im Jahre 98z. wieder davon getrennet, undihr Kloster vom Kaiser Otto n. zu einer besondern Abtey erho-ben. Und von dieser Zeit an, haben wir überzeugende Pro-ben , wie sehr man sich hier auf die Erhaltung der Klosterzuchtbeflissen habe.

Schon im eilften Jahrhunderte schickte Abt Giselbert dieMönche Utto, und Rüsten in das fruktuarische Kloster, wo dieheilige Ordensregel nach dem Buchstaben beobachtet wurde, da-mit sie daselbst die löblichen Gebräuche, und Gewohnheiten erler-nen, und so dann zu Hause einführen sollten. Gleichwie sie nundieses in das Werk richteten, so ward von dieser Zeit an St. Bla-

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