um den Staat verdient gemacht, wurde vom Kaiser Franzen i.zu der Würde eines Reichsfürsten erhoben. Die Bescheiden-heit heißt mich hier wieder den Finger auf den Mund legen, undzu verschweigen, was für ein Ansehen sich das gegenwärtige Ober-haupt von St. Blasien sowohl am kaiserlichen Hofe, als bey an- ;dern höchsten Fürstenpersonen erworben, und was es noch erst imvorigen Jahre, da Deutschland das seltene Glück genoß, den un-sterblichen Papst pius vi. inner seinen Gränzen zu verehren, füreine erhabene Rolle dabey spielte. ;
Nun wird es wohl nicht mehr nothwendig seyn, alle je- ,ne Männer der Reihe nach herzuzählen, welche sich in den Wis-senschaften hervorgethan, welche als Lehrer auf Universitäten, undin fremde Klöster geschicket, und da als Wiederhcrsteller der Wis-senschaften , und der Klosterzucht zugleich verehret wurden. Eswäre überflüßig zu erwähnen, was Abt Martin > zur Errich-tung der Salzburgischen Universität beygetragen, oder der sanbla-sianische Mönch p. Martin Gteinegg, für das daselbst angeleg-te Konvict gethan hat. Wenn ich alles kurz zusammen fassenwill, so muß ich sagen, daß St. Blasien allezeit der Sammelplatzder Gelehrten, die Mutter der Lehrer, und das Vorbild deutscherKlöster gewesen, von welchem sie lernen konnten, was sie in Hin-sicht auf die Wissenschaften zu leisten schuldig sind, welches sichaber bereits durch die Gelehrtheit seiner Bewohner eben so sehr,als durch andere Vorzüge über die meisten übrigen erhoben hat.
Es ist aber bey der größten Gelehrtheit nichts schätzbarer,und wichtiger, als die Frömmigkeit. Fromm, und Gelehrt seyn,heißt zu gleicher Zeit zur Ehre Gottes, und zur Ehre der Men-schen leben. Lassen sie uns auch diesen Vorzug noch an St.Blasien bewundern.
Der