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Feyerlichkeit des in dem fürstlichen Stift St.Blasien auf dem Schwarzwald eingeweihten neuen Tempels
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Leiden Ahristi noch abgieng, um ihnen heilsam zu werben, und !durch die Abtödtung ihres Leibes das herrlichste Zeugniß für die !Wahrheit jener Religion ablegten, welche ihre Bekenner zu so hei-denmäßigen Handlungen vermögen kann? Wie viele heilige Büs- ,ser, welche den alten Menschen auszogen, und die Kraft der gött-lichen Gnade hernach an sich noch mehr bewiesen haben, als zu-vor das Verderben des menschlichen Willens durch ihre Schwach-heiten ? Wie viele reine Jungfrauen, welche einen sanften Triebder Natur, der andere so gerne über alle Schranken hinreißt, undauch die größten Männer zu den schändlichsten Ausschweifungen !verleitet, so sehr zu bezähmen wußten, daß sie ihm auch das Er- !laubte versagten, und wie die Engel Gottes lebeten? Ihre Zahlkann nur der wissen, der jedem seine Krone ertheilet hat. Wirwissen aber immer schon genug für uns.

Reginbert von Geldenbüren ein reicher Edelmann ausdem Zürichergebiethe, nachdem er seine Güter an St. Blasienübergeben, trat hier in den Orden, und führte darinn so einenheiligen Wandel, daß ihn Kalixt ", römischer Papst ohne Be-denken einen Heiligen nannte, d) Der erste Abt Beringer,wirdein Mann von ausnehmender Heiligkeit genannt. («o Ulrichvon Usenberg Mönch dieses Klosters ließ sich in eine Zelle ver-schließen, und lebte fo streng, daß er weder Eyer, noch Käs nochFette verkostete, auch die ganze Woche kein Wort sprach, außeram Samstage, wo er seine Beicht ablegte, und geistlichen Trostempfieng.

Lutold von Bochingen ist wegen feiner Abtödtung Mar-quard von Eßlingen wegen seinen gehabten Erscheinungen , Ar-nold von Jblingen, Lambert von Vanow, Ulrich von Sulz,Berthold von Frickingen, nebst andern sind wegen ihren Ver-demüthigungen bekannt z indem sie in dem Kloster die niedrigsten

Ver-

(/) Btilla Calixti IT. Cettam de Silva nigra , Swarzwnld , a S, Reginbtr *to conflru&am. Silv, nig. Col. O. S. Bened. p, 224.

(«) Ibid. p. 336.