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Feyerlichkeit des in dem fürstlichen Stift St.Blasien auf dem Schwarzwald eingeweihten neuen Tempels
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! hung anbrach, so mußte ganz Israel ein Augenzeug dieser herrli-i chen Begebenheit seyn. Der hochwürdigste Fürst Bischof vonKonstanz, der große Maximilian mußte der neue Salomön seyn,der den Tempel Gions heiligen , ihn vermittelst einer feyerlichenEinweihung mit der Herrlichkeit Gottes erfüllen sollte. Ist nichtdie einfache Erzählung dieser Begebenheit eine unwiderlegliche Pro-be, daß die Vollendung dieses Werkes die Vollendung des göttli-! chen Willens gewesen sey? Ach! wenn dieses prächtige Kirchen-i gebäu nicht ein Werk des göttlichen Wohlgefallens wäre, wiehatte Nathan nur den leidigen Entschluß einen Tempel zu bauen! an dem David beloben, und GQtt ihn reichlich belohnen können?0) Wenn dergleichen Werke in den Augen Gottes lauter Eckelund Abscheu sind, wie hätte Gott das Muster zur Erbauung der, prächtigen Stiftshütte auf dem Berg dem Moses mittheilen, undden Bestleel und Ooliab mit Weisheit und Einsicht erfüllen kön-nen ? Wenn alle Pracht der Gotteshäuser nach dem verdorbenenBegriffe der Freygeister eine sträfliche Verschwendung ist, wie hatGott dem Salomon zur Belohnung des erbauten Tempels dieThronfolge zusichern, und alle Arten von himmlischen Segenversprechen können? Wie hat der Geist Gottes den persischen Kö-nig Lyrns zum kostbaren Tempelbau ermuntern, seinen Nachfol-ger den Darius zu dessen Vollendung anfrifchen, und den Arta-xerxes ihn zu bereichern anspornen können ? Dringt dann nichtdie gesunde Vernunft das Geständniß ab, daß die Herrlichkeitdieses erbauten Gotteshauses nicht nur die Absichten Gottes erfül-let, sondern auch die Absichten seiner Stifter geheiliget habe?

2 . Durch diesen herrlichen Rirchenbau werden die Absichtenj der Stifter geheiliget. Sobald St. Blasien den seligen Reginber-j tns von Seldenbüren in seinem Schooße erblicket hat, so gieng es,so zu reden, aus dem Staube seines Nichts hervor; die Gottes-furcht dieses neuen Ellas breitete sich aller Orten aus, und da seinGeist sich in den Elisaen verdoppelte so, wurde dieses hochfürstllcheStift bald die Bewunderung und die Eroberung Europens: Die

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