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msse: Moses erhielt Befehl dieses Volk von dem drückenden JocheEgyptens zubefteyen, und in das Land, welches von Milch undHönig fließt, nach der Verheißung einzuführen. Lausend un-verwerfliche Zeugen könnte man zum Beweise aufrufen, daß die-jenige , die auf die Vorsicht Gottes vertrauen, nie zu Schandewerden, und daß selbe mit ihren auserwählten Dienern jederzeitliebreich handle.
Können wir uns wohl in Ansehung dieses fürstlichen Stiftsnun mindern Segen, und wenigere Gunstbezeugungen von der gött-lichen Vorsicht versprechen ? Salomon hat für den Tempel, wel-chen er nach dem wiederholten Willen seines hinscheidenden VatersDavid dem Allerhöchsten erbaute, häufiges Glück und Segen er-bethet: sollte der gütige Gott sein Gnadenaug, fein Vaterherzvon diesem fürstlichen Stifte, welches er besonders bestimmet hat,seinen Namen groß zu machen, jemals abwenden? Nein! gleich-wie das Haus Obededoms durch die da ruhende Arche gesegnet ward;so war das Aug der Vorsicht wachsam, und das Herz liebreichgenug so wie den zeitlichen, also auch den geistlichen Fortgangzu begünstigen, oder was eines ist, St. Blasien mit häufigem Se-gen stets zu überschütten.
Es ist kein auffallenderes Merkmaal, daß der Segen Got-tes von Staaten oder Gemeinden gewichen sey, als wann er zu-läßt, daß das Steuerruder einem Regenten ohne Einsicht, Klug-heit und Rechtschaffenheit, oder damit ich mit der Schrift rede,einem Regenten, der ein Kind ist, (£) übergeben werde. GOtthatte in feinem Zorne beschlossen, das treulose Jerusalem empfind-lich heimzufirchen: und aus den schrecklichen Schätzen seiner Ra-che wählte er keine andre Strafe, als daß er dieser sündhaftenStadt Kinder zu Fürsten, und Weichlinge als Beherrscher zu ge-ben schwur. 0 ) Wenn böse Vorsteher, und Regenten eine jStrafruthe Gottes sind; wenn Kinder und Weichlinge, die an- !dern zu gebiethen haben, Werkzeuge des göttlichen Zornes werden:
so
(/;) Spkichw. 10, 1 6, (r) Isal. 3 * 4 »