Wahr ist es gütiger Gott! du hast St. Blafien schon übermanche Unglücke gerröstet. Da aber das verwichene der leidi-gen Brunst uns noch so lebhaft vor Augen schwebet, und da duselbst durch dieses Unglück uns zu dieser achttägigen Freude vor-bereitet ; so wollen wir bey dem Troste stehen bleiben, den du überdiesen Unfall St. Blasien ertheilet hast. Denn du hast St. Bla-sien wie dein beträngtes GLon dadurch getröstet, daß du alleswieder aufgerichtet, was verfallen war. Und dazu gabst duerstens alle nur ersinnliche Vortheile: Zweitens räumtest du al-le Hindernisse aus dem Wege, die diese Wiedererrichtung deinesHauses hatten hemmen, oder zerstören können.
In der That! AA! werde ich es wohl sagen können, wel-che Vortheile dieser grundgüttge Gott zur Wiederherstellung St.Bla-siens gegeben? Gab er uns nicht in der Person unsers gnädigstenFürsten und Oberhaupts einen andern Nehemias, der sich nur al-lein beflicß, der größte Wohlthäter seines Volkes, und ein neuer Stif-ter seines Klosters zu werden, dessen Vaterherz mit so manigfaltigenDrangsalen und stillen Leiden für unser Wohl beladen wurde, der sei-ne eigene Bequemlichkeit, seine Ruhe und alles dahin gab, wenn esdarauf ankam Jesum Christum mit einem so herrlichen Tempel,die Armen Jesu Christi aber, selbst während dem Tempelbau, mitneuerrichteten Spitälern zu bedecken, ( v) der endlich durch seineGegenwart und eigenen Einsichten, so zu sagen, die Seele der Künst-ler und Bauleute geworden?
Immer hat Gott, so oft er eines seiner Werke durch Men-schenhände wollte errichten lassen, auch eben den Menschen einenaußerordentlichen Muth, und eine gewisse Freude dazu eingeflößet.Bey Errichtung der Stiftshütte hat er sich nicht nur verständigeBauleute auserwählt, 0) die er mit seinem Geiste beseelet, sonder
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( y 1 Im Jahre 1781. als man den r r. Wintermonat den feyerlichenEinzug in den nemn Temp l hielt, zogen auch die Armen in denvor dem Thore, bey der Brücke, von Martin dem zweyten,neu errichreten Spital.
Qaj Exod. 31. 2 .