Buch 
Lust, und Liebe zum Todt, sambt der grossen Kunst Gottseelig zu sterben : dass ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Todt nit förchten, sondern mit Begird standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle sambt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Todt bereiten, wohl, und glückseelig Sterben könne / beschriben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss St. Gallen
Seite
32
JPEG-Download
 

wendigen Todt/ welchen man offtcrmal bwegen vilen / und schwären Zuständen/ 8und Ungemachen oeß Alters mit Vers feIruß erwarten muß; alsdan ist nit mehr Adie Zeit/ sein heroisches Gemüth mit ueinem solchen Eyffer und Liebe Zu erzei- ^Zen / indcme das Leben damalm nicht wmehr so werth ist / und selbiges zuver- felassen kein so grosse Tapfferkeit erfor- zeDeret.

Wann aber der Todt in der be- §sten Blühe/ und Zeit deß Lebens her- firunahcr / da ein Mensch noch vii Jahr Ldas gesunde/ und stischeLebm mit allen ufeinen Vörthlen zu geniesscn hätte / als- gldann braucht es cmChristlichcnHelden- ^Muth / und ist die erwünschte Gelegen- B

heit / den Todt ihme selbsten zu einem stWerck- Zeüg der höchsten Tugenden M rrmachen/und sein Treu und Liebe in frey-williger Aufopferung deß Lebens gegen 3feinem HErm und GOtt zuerweisen. stJe junger dcrohalben/ und gluckste- üliger einer ist auf Erden/ je schwerer/ gund schmertzlicher kommt ihnc der stech-- §

zeitige Todt an / dämmen ist er auch b

besser/