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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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werben / weilen du nur einmal sterbenwiest / und auch nicht weist / wo / wie/wann / oder in was für einem Grand dusterben wirst / oder wohin endlich derTod dich führen wird / einrweders inden Himmel / oder in die Höll. Daherouns Christus unser Heyland ernstlich er-mähnet bey Mathäo am 2 s. Lap. daßwie allezeit zu dtestm hohe Geschähst unsfertig halten sollen: Wachet/ dann ihrwGr weder den Tag / noch die Stund.Allein/ was zu bedauren! nach so kla-rer Wahrheit / nach einem so ansgeruf-fenen Glaubens - Arricu! wollen wir unsdoch nicht darzv bereden tasten ; wirthuen nicht dergleichen / als wann wirsolches glaubten: Ja! wiewohlen wirsolches täglich erfahren / sehen / undfreisten/ indem bald dieser / bald jenerdabin fahre/ lasten wir uns doch nichtsminders angelegen seyn/ als dieses Ge-schähst der immerwährenden glück seelig-oder unglücksteligen Ewigkeit. Wirbesteisten uns aller nothwendigen Brün-sten zu unseren zeitlichen Verrichtungen;allein die nothwendigste/ nützlichste /und hochwichtigste Lurrst zu sterben/und

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