Sechster Absatz. 7z
Zeit gehet durch mit Essen/ Trjncken/Schlaffen/und tausend anderen Beschäffti-gungen / auch wohl unnützen / und welt-lichen Händlen; inzwischen wird das Ge-müth verwirret/ verstreut/ und beunruhi-get / also daß man so gar das gewönhilcheGebett schlecht und obenhin verrichtet.
Aber nach dem Tod wirst du allezeit al-lenthalben/ und aufdaß vollkommneste oh-ne einige Vcrhindernuß können GOttdan-cken/ loben/ preisen/ und benedeyen.
Lctstlich hat es eben ein solche Beschaf-fenheit mit der Liebe: Wir lieben oftGOtt/ das höchste Gut mit Hertz undMund; aber gleich erzeigen wir das Wi-dersteh! in dem Werck.
Ach' wie oft erweckest in dir Uebungender Göttlichen Liebe? Ach! wie oft bezeu-gest/ daß du das höchste Gut über allesliebest? und vergehet kaum ein Viertel-stund / so überwindet dich deine Sinnlich-keit/ und sündigest schon wieder/ gantzder Unbeständigkeit unterworffen.
Ach! wie oft thust du dich auß mit demHeil. Paulo: wer wird mich abjsndernvon der Liebe Christi? Trübsrai/ oderAngst? Verfolgung / oder Gchwerdt? rc.
E s Nichts