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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Neuridter Absatz. 1s

Schutz-Engel / bald mit deinem Heil. Pa-tronen / und anderen Heiligen / oder auchfünften mit deinen Eiteren/ Brüderen/Ver-wandten/und betäubtenFreunde» dich un-terreden/ und erfreuen können.

Und alle diese werden seyn König / undKöniginnen/Kinder/ und Erben GOktes.

So schreye dann auf mit dem Psalmi-ften : O HErr! wie so beliebt seynd dei-ne Wohnung / mein Seel verlangt / undverschmachtet schier vor Begierd nachdem Vorhof deß HErren.

Gedenckc! was für ein grosser Narr derwäre/welcher daheim in seinem Vatterlanddie vornehmste Elkercn/ und Freund/ alleReichthum/Ehr und Ergötzlichreit habenkönte; nun aber bey den Türcken gefangenwäre/ bey dcnensclbcn alle Tag Hunger/Durst/ grobe Streich / und Gefahren deßTods ausstehen müßte; und wann einBott ankämme / der ihm erledigen / undheim zu aller Glückseligkeit führen wolte;er aber lieber in Stricken und Banden si-tzen wolte als heimgehen»

Ein solcher Narr bist du/ wann du denTod nicht liebest; dann durch die GnadGOttes bist du ein Kind deß höchstenF r HErrn/